Ein Jahr zeigr.com – Schulterblick 2014

zeigr.com - Uhrenblog & Magazin
(Lesezeit: 3 Min.)

Der berühmte Schulterblick beim Autofahren. Einmal kurz nach hinten geschaut, vergewissert, dass  alles OK ist und dann weiter. So etwas ähnliches soll auch dieser Artikel sein – ein Schulterblick zum Jahresende.

Als ich vor etwas über einem Jahr mit diesem Blog anfing, war ich gespannt, was auf mich zukommen wird. Heute, nach gut 14 Monaten, weiß ich es. Sehr viel Gutes und Positives – aber auch einige hässliche Dinge… Hier also ein Überblick, was man als Uhrenblogger erleben darf:

Das Wichtigste zuerst: die Leser dieses Blogs – von anfangs knapp über 100 ist die Zahl bis heute auf über 1.000 Leser pro Monat angestiegen. Das mag manchem nicht viel erscheinen, für mich ist es einfach nur großartig, dass so viele Leute monatlich mein Blog finden, es lesen und wiederkehren. Ein persönlicher Erfolg für mich in 2014 und eine schöne Bestätigung . Vielen Dank!

Unmoralische Angebote – seitdem zeigr.com über Suchmaschinen gut zu finden ist, kommen immer mehr Unternehmen aus der Uhrenbranche auf mich zu. Was ich generell super finde. Die Angebote, die man dann erhält, sind aber bisher sehr ablehnenswert. Zum Beispiel ein „Online-Marktplatz für Luxusuhren“, der anfragte, ob ich Blog- und Ratgeberartikel für sie schreiben würde und mir einen wenig luxuriösen, mittleren, zweistelligen Betrag dafür bot…  Als Ghostwriter – ohne Nennung meines Namens oder Blogs. Wer eine Vorstellung hat, wie viel Arbeit in so einem Blogartikel inklusive Fotos steckt, der versteht, warum meine Antwort lautete: Danke, aber danke nein. Das soll keineswegs überheblich klingen, aber ich schreibe dann doch lieber unter meinem Namen und ohne Honorar – für mich. Und Euch.

Gastartikel – eine andere Möglichkeit hingegen, die ich sehr gern wahrgenommen bzw. selbst initiiert habe, war es, für Deutschlands größtes Uhrenportal watchtime.net einen Artikel zu schreiben. Diese Kooperation war rund, hat Spaß gemacht und beiden Seiten etwas gebracht. Davon gern mehr.

Save the Date – Einladungen sind immer schmeichelhaft. Sei es, dass sie von Uhrenherstellern oder von ihren Agenturen kommen. Es gibt Launch-Events, Flagship-Store-Eröffnungen, Häppchen, Schampus & Co. Man kennt das. Die eine oder andere Einladung kam dieses Jahr auch bei mir an – bisher habe ich aber keine davon wahrgenommen.

Die Gründe: Berufsmäßig war ich wohl schon zu oft auf solchen Veranstaltungen. Sie geben mir in der Regel wenig – es sei denn, die präsentierte Uhr interessiert mich brennend bzw. könnte etwas für zeigr.com sein. Das war bisher leider nicht der Fall. (Kann sich aber gern im nächsten Jahr ändern.) Und oft ist der Zeitaufwand zu groß – ebenso der finanzielle, wenn das Event in einer anderen Stadt ist. Man darf nicht vergessen: Ich verdiene mit diesem Blog derzeit kein Geld – im Gegenteil. Und last but not least: Es gibt die Baselworld – wer etwas Wichtiges zu präsentieren hat, der macht es meist dort. Und darum werde ich auch 2015 wieder nach Basel fahren und mir die Uhren-Neuheiten gezielt und geballt anschauen. In 2014 sah das dann so aus:

Laterne ganz unten – oder auch die hässliche Seite des Bloggens. Vor zwei Jahren schickte ich einem amerikanischen Uhren-Blog eine Kooperationsidee zu. Man zeigte sich interessiert, schwieg danach zwei Jahre und schickte mir dieses Jahr eine Abmahnung zu. Wahrscheinlich als kleines Dankeschön und Aufmerksamkeit. Die hat mich dann auch gut Geld gekostet. Anwälte müssen schließlich bezahlt werden… Kurzum: Der Ausdruck „Laterne ganz unten“ bekam für mich damit eine vollkommen neue Definition. Aber wie gesagt: Schulterblick. Alles OK. Abbiegen. Und weiter.

Zum Glück bewegen sich nicht alle Uhrenblogger auf diesem Laternen-Niveau – meine Erfahrungen mit anderen Kollegen sind überwiegend positiv. Sowohl in Deutschland als auch in Amerika. Man schätzt sich und tauscht sich mit dem einen oder anderen gelegentlich aus (siehe auch Blogs to read).

zeigr-Artikel – die Top Ten 

Und zum Schluss – die beliebtesten Artikel 2014 auf zeigr.com. Für mich natürlich sehr interessant, weil ich so in etwa weiß, welche Themen und Formate Euch besonders gut gefallen:

Platz 1 – der Artikel über Vintage-Uhren als Geldanlage

Platz 2 – für mich ein ganz persönliches Highlight das Interview mit Helmut Sinn (inkl. Einleitung, Teil 1 & 2)

Platz 3 – geht an die Newsmeldung „Die Maueruhr – Nomos Orion 1989

Platz 4 –  erhält die erste Uhr, die mir zu Testzwecken zur Verfügung gestellt wurde: die Squale 50 Atmos mit der Überschrift „Vintage Vanilla – der Duft der (Taucher-)Uhren

Platz 5 – und wieder eine News – dieses Mal zur Omega Speedmaster – Grey Side of the Moon

Platz 6 – und wieder eine News…(!) zur Junghans Max Bill Chronoscope – Vintage-Design at its Best

Platz 7 – geht an meine nachträglich geschwärzte Sinn 144 (DLC). Die Überschrift des Artikels: It´s a Sin(n) – a Black Sinn

Platz 8 – zeigt, dass auch runtergerockte Uhren interessant sein können. Erst recht, wenn es sich um eine Omega Speedmaster Mark II handelt

Platz 9 – beantwortet in einer dreiteiligen Reihe die Frage „Vintage-Uhren – wo kaufen?

Platz 10 – ist etwas für Reinlichkeitsfanatiker. In diesem Artikel gibt es saubere Tipps: Dreckige Uhren: Vintage-Uhr gekauft – und nun?  

Wir lesen uns im nächsten Jahr! Bis dahin – macht es gut!

Theodossios Theodoridis

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