DIY-Kit: G-SHOCK in Stahl – Do It Yourself

DIY-Kit G-SHOCK in Stahl selbst gemacht
(Lesezeit: 3 Min.)

Uhren-Tuning: Von der robusten Plastikuhr zum edlen Stahlmodell. Wem die angesagte Stahl-G-SHOCK GMW-B5000D (amazon-Partnerlink) bisher zu teuer war, für den gibt es eine Alternative aus dem Netz. Sie lautet: DIY – Do It Yourself :) 

Dafür braucht Ihr lediglich eine normale „Square“-G-Shock der 5600er-Reihe (amazon-Partnerlink) für aktuell rund 100 Euro und ein DIY-Set, das für 50 bis 60 Euro auf diversen Plattformen und in verschiedenen Varianten erhältlich ist. So ein Set besteht dann aus einem massiven Stahlgehäuse und Stahlarmband. G-Shock und das Set machen zusammen rund 150 bis 160 Euro. 

Und damit ich weiß, wovon spreche – und wie es mit der Qualität eines solchen Kits aussieht -, habe ich einfach mal meine eigene G-Shock gemoddet. Ein Erfahrungsbericht.

Youtube-Tipp von „Just One More Watch“

Dank eines Videos des Youtube-Kanals „Just One More Watch“ bin ich überhaupt auf die Idee gekommen. Allerdings kann ich vorwegnehmen, dass der Youtube-Kollege ein wenig umständlich an die Sache herangegangen ist. Er schraubt unnötig viel an seiner Uhr herum bzw. ab. Tatsächlich geht das alles viel einfacher und schneller als im Video gezeigt. Darum: Schaut es Euch am besten erst am Ende Artikels an – es ist unten verlinkt.

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Hier also die Metamorphose meiner einfachen G-Shock DW-5600 (amazon-Partnerlink) – zur edlen Metall-G-Shock: 

Unboxing: DIY-Set – Bestellt, geliefert und ausgepackt

Legen wir los. Die erforderliche G-Shock (DW-5600) hatte ich bereits in meiner Sammlung: 

CASIO G-SHOCK DW-5600 Stahl-6174

Gekauft hatte ich sie vor einiger Zeit für rund 50 Euro auf amazon.com (siehe auch diesen ZEIGR-Artikel).  Das Set habe ich über eine einschlägige Online-Plattform gekauft – es kam nach rund zwei Wochen bei mir an. 

Und das war drin:

DIY-Set G-Shock DW-5600 Stahl

Ihr seht, neben den „Hauptdarstellern“ Gehäuse und Band war reichlich Zubehör am Start: Zwei Schraubendreher (Kreuz/Schlitz), eine Federsteg-Werkzeug (unter dem grünen Schraubendreher), vier Schnellwechsel-Federstege (Quick Release), vier Ersatzschrauben (Schlitz) und ein Mini-„Werkzeug“ (gebogener Draht), mit dem man beim Kürzen des Bands recht gut an die hier ebenfalls eingesetzten Federstege kommt. 

Aber zurück zu den Hauptdarstellern. Die machen auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Das Stahlgehäuse und Band wirken soweit gut verarbeitet, solide, massiv: 

DIY-Set G-Shock DW-5600 Stahl

Im ersten Schritt habe ich das Armband meiner G-Shock (normale Federstege) entfernt. Im zweiten Schritt die vier seitlichen Kreuzschlitz-Schrauben am Gehäuse. Mit ein wenig Druck bzw. vorsichtigem Lösen der Gehäuseseiten hält man dann das Modul ziemlich schnell in den Händen: 

Hack - G-Shock DW-5600 Stahl

Modul G-Shock DW-5600 CloseUP

Als nächstes kommt das Modul ins neue Stahlgehäuse: 

DIY-Set G-Shock DW-5600 Stahl

In meinem Fall passte es auf Anhieb. Gehäuse verschrauben und das Band anbringen. Das war´s eigentlich auch schon. Eigentlich… 

Wie oben bereits erwähnt, lagen dem Set Schnellfederstege bei. Was bei mir natürlich große Freude auslöste. Schließlich bin ich ein Fan von Schnellwechsel-Bändern. Nicht ohne Grund verwende ich dieses System auch bei meinen eigenen ZEIGR-Lederbändern (Werbung). Es stellt für mich die beste Option dar, Bänder komfortabel und ohne Werkzeug zu wechseln. 

Und so dachte ich mir, dass dies auch hier der Fall sein wird. Leider nicht ganz. Denn beim ersten Versuch hielt einer der beiden Federstege nicht so, wie er sollte. Da stimmte etwas mit der Passgenauigkeit nicht. Zum Glück hatte ich noch zwei weitere. Also habe ich den widerspenstigen Steg gegen einen neuen ausgetauscht. Und siehe da, nun saß das Band perfekt.

Schnellfedersteg / Schnellverschluss Metallband

Wenn Ihr mich fragt: Die vier Schnellwechsel-Stege liegen nicht zufällig bei – und auch nicht aus Großzügigkeit. Ich gehe davon aus, dass man sich dieser Problematik (Toleranzabweichung bei der Produktion) bewusst ist und die Fehlerquote damit minimieren wollte. Und: Der besagte Youtube-Kollege hatte ebenfalls ein kleines Problem mit den Federstegen seines Sets… Nun gut, solange zwei von vier Stegen passen, ist es ja OK. Dumm nur, wenn nicht.

Wie dem auch sei, so sieht die fertig getunte Metall-G-Shock aus: 

DIY-Set G-Shock DW-5600 Stahl

DIY-Set G-Shock DW-5600 Stahl

DIY-Set G-Shock DW-5600 Stahl

Kann sich sehen lassen, oder? Auf jeden Fall bin ich zufrieden. Der Aufwand ist – sofern man ein wenig Fingergeschick mitbringt – gering und das Ergebnis würde ich als gut bezeichnen. 

Was noch erwähnenswert ist: Im Set mitgeliefert waren vier einfache Schlitz-Schrauben für das Gehäuse. Meine G-Shock hatte jedoch die wesentlich haltbareren Kreuzschlitz-Schrauben. Und genau die habe ich beim Zusammenbau wieder eingesetzt. Sie sind in meinen Augen die bessere Wahl. Weniger Abnutzung, weniger Probleme beim An- und wieder Abschrauben. Keine Ahnung, wieso man hier auf die schnell verschleißenden und einfachen Schlitzschrauben setzen sollte.

Seitenansicht - G-Shock DW-5600 Stahl

Und: Gern hätte ich Euch noch einen Wristshot präsentiert, aber die Uhr sieht an meinem Handgelenk einfach zu wuchtig aus. Das erspare ich Euch lieber ;) Der Grund dafür ist weniger das Gehäuse mit seinen 43 mm, sondern eher das leicht abstehende und unbewegliche erste Glied des Armbands:

Stahl Metall G-Shock - Do it yourself

Es erhöht die Länge des Gehäuses von rund 50 mm auf fast 60 mm (Lug-to-Lug). Das muss man erstmal tragen können…

Das Fazit lautet also: Tolle Sache – allerdings nur für starke Handgelenke geeignet. Ich selber werde die Uhr wohl wieder an das flexible und mir besser stehende Kunststoffarmband zurückbauen. Was übrigens genau so schnell und einfach geht – ich habe es ausprobiert. 

Soweit also meine persönlichen Eindrücke zum DIY-Kit, das aus einer normalen G-SHOCK ein doch recht glänzendes Stahlmodell macht.  

Und hier das besagte Video mit weiteren Infos von „Just One More Watch“ – denkt Euch den (wirklich unnötigen) Schritt mit dem Auseinanderbau des Moduls einfach weg :) 

ZEIGR-Lesetipps: 

G-SHOCK Heavy Metal – Neu kaufen oder Vintage-Fundstück?

Fundstücke: Neue Retro-Uhren unter 500 Euro (Teil 2)

Fundstücke: Was geht auf amazon.com?! – Uhren kaufen: Ein Spartipp

 

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Theodossios Theodoridis

7 Kommentare

  1. Hallo! Leider ist auf YouTube kein Video mehr abrufbar und ich weiß auch nicht, wie und wo man so ein Umbauset finden/kaufen soll. Irgendwelche Tipps? Das Video brauche ich nicht, aber ohne Set kein Umbau. Danke

  2. Hallo!
    Scheint ein Fehler meinserseits gewesen zu sein. Einen Umbausatz habe ich inzwischen auch gefunden. Man braucht nur etwas länger bis klar ist welche Suchbegiffe zum Ziel führen.

  3. Danke für den Text, den Test und die Infos;) ich habe für einen Bruchteil der Sekunde einen „Haben-Wollen-Reflex“ verspürt… Das Ergebnis sieht ja ganz gut aus. Mit meinem HGU von 17+ ist die Uhr aber so oder so um Welten zu groß… (Und fürs Sammeln in der Box habe ich keinen Platz;).

    Dennoch: Nice watch! (Auch wenn ich eher zur Automatikfraktion zähle)

  4. Hallo, bin mit dem Kauf etwas zögerlich, da die Casio-Bänder i.d.R. etwas kurz gehalten sind und ich einen HGU von 21/21,5 cm habe.
    Wie lang sind die MFG-Armbänder – wärst du so nett einmal nachzumessen?
    Grüße!

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