Ohne Wartezeit – 8 Alternativen zur Rolex Daytona

Rolex Daytona Alternativen
(Lesezeit: 11 Min.)

Äußerst begehrt, kaum zu bekommen und einige Modellvarianten sind für den Normalbürger nahezu unerreichbar: Die Rede ist von der Rolex Daytona.

Der legendäre Chronograph, der nach einer ebenso legendären Rennstrecke (Daytona International Speedway) in den USA benannt ist, war die erste Uhr, bei der mir der Begriff „Warteliste“ begegnet ist. Heute gilt das zwar für fast jedes Rolex-Modell – aber die Daytona ist gewissermaßen die Vorreiterin in Sachen Warteliste.

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Begehrt: Rolex Daytona Panda

Das heißt: Selbst wer sich eine Daytona leisten kann (ab 14.550 Euro), erstmals zu einem Rolex-Konzessionär geht und beispielsweise nach einem Stahl-Modell fragt, darf sich direkt auf eine Wartezeit von mehreren Jahren einstellen.

  Lese-Tipp Uhren-Trends 2022  

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Mal eben eine Daytona bei Rolex „shoppen“, eher unrealistisch. Es sei denn, man ist seit Jahren oder Jahrzehnten guter Rolex-Kunde. Dann sieht es etwas besser aus. Zumindest mit der Wartezeit ;)

Teures Ausweichmanöver: Rolex Daytona gebraucht – Graumarkt & CPO

Wer nun auf die Idee kommt, seine Wunschuhr auf dem Graumarkt oder gebraucht über das Certified-Pre-Owned-Programm von Rolex zu kaufen, der wird schnell feststellen, dass er mitunter ein Vielfaches des Listenpreises hinlegen muss, um an den begehrten Chronographen zu kommen.

 

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Und wer ausgerechnet eine Vintage-Daytona oder gar eine Paul Newman mit Exotic Dial als seine Grailwatch auserkoren hat, der darf sich auf beachtliche sechsstellige Preise und eine langwierige Suche gefasst machen. Zumindest dann, wenn er eine Uhr in gutem bzw. Originalzustand sucht.

 

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Kurzum: Es ist nicht leicht. Egal, ob man das Geld nun hat oder nicht. Für den einen oder anderen ist es regelrecht frustrierend. Man scheitert entweder an der Verfügbarkeit oder an den Preisen. Oder gibt schmerzhaft viel Geld für seine Wunschuhr aus.

Was also tun, wenn man dennoch möglichst zeitnah in den Genuss des legendären „Cosmograph-Designs“ kommen möchte? Sei es im Vintage-Stil oder in der modernen Form mit Keramiklünette.

Die Antwort lautet: Hommage-Uhren. Und genau um die soll es in diesem Artikel gehen.

Interessant dabei ist, dass Rolex selbst seit Jahrzehnten kräftig im „Hommage-Game“ mitmischt und Alternativen für seine begehrten Modelle anbietet. Von der Submariner bis hin zur Daytona – über die hauseigene Marke Tudor.

#1 Tudor: Die beste Daytona-Alternative – damals und heute

Tudor Black Bay Chrono - Rolex Daytona Alternative

Nein, so ein Tudor Black Bay Chrono ist keine exakte Replik einer Daytona. Das soll er auch nicht sein. Dafür gibt es zu viele Unterscheidungsmerkmale. Wie zum Beispiel den Durchmesser (41 mm vs. 40 mm), das Bi-Compax-Zifferblatt (zwei Totalisatoren/Hilfszifferblätter statt drei) und das Datum. Dennoch bringt diese Modellreihe genügend Daytona-Vibes mit, dass sie in Uhrenforen den Beinamen „Baytona“ erhalten hat.

Und auch in der Vergangenheit waren die Totalisatoren und das Datum zwei wesentliche Unterscheidungsmerkmale, damit die Rolex- und Tudor-Chronographen nicht zu identisch sind.

Beispiel: Eine Rolex Vintage Daytona mit der Referenz 6264

 

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Und im Vergleich dazu eine Tudor 79160 aka „Big Block“ (s. ebay – Partnerlink):

 

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Aber zurück zum Tudor Black Bay Chrono, den ich Euch als die wohl authentischste Alternative zur Daytona ans Herz legen möchte. Schließlich kommen beide Uhren aus dem Hause Rolex – und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier allemal. Erst recht, wenn man Tudor mit weiteren Luxusuhrenmarken und deren Chronographen vergleicht.

Oder wie ich bereits in dem früheren Artikel Omega Speedmaster – 6 Alternativen zur Moonwatch schrieb:

„Aus meiner Sicht der derzeit beste Kauf im Preisbereich der klassischen Moonwatch. Und das für eine Uhr, die aus dem Hause Rolex stammt und sich fast schon auf Daytona-Niveau bewegt. Nur eben zu einem Drittel des Preises…
Darum lautet mein persönliches Fazit: Klassenbester Chronograph in diesem Preissegment.“

Und das gilt nach wie vor. Trotz einer Preiserhöhung von beachtlichen 10%, die zum Jahreswechsel 2022/23 stattgefunden hat.

Die neuen Preise der Black Bay Chronos: 5.010 Euro am Textil-/Lederband und 5.320 Euro am Metallband für die Stahlvarianten. Die Stahl-Gold-Varianten liegen bei 6.110 und 7.450 Euro (Stand: Januar 2023).

Features, Varianten, Verfügbarkeit:

Für ein Drittel des Daytona-Preises bekommt Ihr also folgende Features: Manufakturwerk (in Kooperation mit Breitling), Chronometer-Zertifikat, Siliziumspirale, 200 Meter wasserdicht, 70 Stunden Gangreserve, gewölbtes Saphirglas etc.

Der Black Bay Chrono ist seit 2017 auf dem Markt und mittlerweile in diversen Varianten erhältlich:

Was die Verfügbarkeit dieses Modells angeht, so kann man sie im Großen und Ganzen als gut bezeichnen. Ihr solltet keine großen Probleme haben, eine Uhr zu bekommen.

Einzige Ausnahme: Wenn Tudor neue Varianten präsentiert, z.B. auf der Uhrenmesse Watches and Wonders im Frühjahr, kann es danach bei eben diesen Modellen zu Wartezeiten kommen. Die sollten sich aber im Laufe der folgenden Wochen und Monate wieder auflösen. Der Chrono mit Panda-Zifferblatt war zum Beispiel 2021 so ein Kandidat.

Und: Es bleibt zu hoffen, dass bei Tudor nicht dasselbe Wartelisten-Prinzip Einzug hält wie bei Rolex. Falls doch, so bleibt – wohl oder übel – immer noch ebay (Partnerlink). (Und falls Ihr dort kauft, achtet auf den Zusatz „Mit Echtheitsprüfung“ – das nur als Tipp.)

Die wichtigsten Daten in der Übersicht:

Durchmesser: 41 mm
Werk: Manufakturwerk Kaliber MT5813 (COSC), Automatik, Gangreserve 70 Stunden
Preis: ab 5.010 Euro

Weitere Informationen und alle aktuellen Modelle findet Ihr auf der Tudor Website.

Und noch ein Tipp: Wer sich eher für Vintage-Tudors im Daytona-Look interessiert, dem kann ich die sogenannten „Big Blocks“ (s. ebay– Partnerlink) oder die etwas „günstigeren“ Tudor Prince Date Chronos (s. ebay – Partnerlink) ans Herz legen. Und auch hier gilt: Bevorzugt „Mit Echtheitsprüfung“.

Video: Daytona vs. Tudor Black Bay Chrono

 

Kommen wir nun zu einer weiteren Luxusuhr. Und zwar aus der LVMH-Gruppe (Louis Vuitton, Moët, Hennessy), deren „Anlehnung“ an die aktuelle Daytona mich ein wenig verwundert hat – trotz der gemeinsamen Vergangenheit…

Alternative #2: Zenith Chronomaster Sport – Brüder im Werke

Zenith Chronomaster Sport va. Rolex Daytona

Warum mich die Ähnlichkeit der Zenith Chronomaster Sport mit der Daytona irritiert? Nun, weil ich zum einen nicht gedacht hätte, dass Zenith als Luxusuhrenmarke und Teil der LVMH-Gruppe so einen – aus meiner Sicht recht offensichtlichen – Schritt nötig hätte.

Und zum anderen verstehe ich nicht, warum eine rund 11.000-Euro teure Hommage eine Alternative zur Daytona sein soll. Würde sie die Hälfte oder ein Drittel kosten, wie der Tudor Black Bay Chrono, OK. Aber so!?

Wie auch immer. Das Kalkül von Zenith scheint Folgendes zu sein: Wer daran scheitert, eine Daytona zu bekommen, dem schlägt der Juwelier/Konzessionär einfach mal diese Zenith als Alternative vor. Sieht ja ähnlich aus. Und dann erzählt er noch ein wenig Historisches.

Zum Beispiel, dass Rolex früher seine Daytona-Werke bei Zenith bezogen hat. Nicht zuletzt, weil das „El Primero“-Werk von Zenith (s. Watch-Wiki) eines der ersten automatischen Chronographenwerke überhaupt war – und Rolex wohl auch die Qualität dieser Werke zu schätzen wusste. Im Prinzip kaufe man damit ja so etwas wie das „Original“. Zumindest historisch/technisch betrachtet.

Keine Ahnung, ob dieses Kalkül aufgeht. Ich kann nur sagen, dass es bei mir eher nicht funktionieren würde.

 

 

Tatsächlich glaube ich, dass Zenith genügend andere interessante und weitaus eigenständigere Uhren im Sortiment hat, die einen Blick wert sind. Zum Beispiel die Zenith Defy als Titanuhr.

Aber gut, vielleicht sieht man diese Anlehnung an die Daytona auch als Möglichkeit, die eigene Markenbekanntheit im hart umgekämpften Luxusuhren-Segment zu steigern…

Im direkten Vergleich – Rolex Daytona vs. Zenith Chronomaster Sport

Wer mehr über die Ähnlichkeiten und Unterschiede erfahren möchte, für den könnte dieses Video etwas sein:

 

Die wichtigsten Daten der Zenith Chronomaster Sport:

Durchmesser: 41 mm
Werk: El Primero 3600 (1/10-Sekunde), Automatik, Gangreserve 60 Stunden
Preis: ab 10.700 Euro

Die Zenith Chronomaster Sport bekommt Ihr in verschiedenen Varianten – sogar in Gold. Weitere Informationen findet Ihr auf der Website von Zenith.

Kommen wir nun zu einer bzw. zwei wesentlich erschwinglicheren Daytona-Alternativen – aus Japan.

#3 Seiko Prospex Speedtimer – mit Solarantrieb

Seiko Speedtimer Panda-Dial

Speedtimer Solar Chronograph – erhältlich u.a. im Seiko Online-Shop (Partnerlink)

Dieses Modell habe ich Euch bereits in dem Artikel Chronographen mit Panda-Zifferblatt für jedes Budget vorgestellt.

Ich zitiere mich mal selbst:

...erinnert sie umso mehr an einen anderen (Vintage-)Chronographen, der für so manchen Uhren-Fan eine echte Grail Watch ist – die Rolex Daytona bzw. eine „Paul Newman“ (…) Lange Zeit habe ich nach einer günstigen und modernen Alternative zu dieser wunderschönen, aber unfassbar teuren Uhr im sechsstelligen Bereich, Ausschau gehalten. Und was soll ich sagen: Seiko hat sie.

Für mich eine rundum gelungene Uhr. Was man aber dazu wissen muss: Es handelt sich hierbei um einen recht kleinen Chronographen mit 39 mm Durchmesser. Man kann die Speedtimer aber gut an einem Bund-Band tragen. Damit wirkt sie gleich etwas größer:

Seiko Speedtimer Panda Diall

Seiko Speedtimer Panda

Die wichtigsten Daten in der Übersicht:
Durchmesser: 39 mm
Werk: Kaliber V192, Quarz/Solarantrieb, Gangreserve bis zu 6 Monate
Preis: 679 Euro (erhältlich u.a. im Seiko Online-Shop – Partnerlink)

Die Speedtimer bekommt Ihr in verschiedenen Farbvarianten:

Weitere Infos und Preise findet Ihr im Seiko-Online-Shop (Partnerlink).

Und wem die oben gezeigte Speedtimer noch nicht so ganz zusagt, für den könnte diese etwas neuere und größere Variante aus derselben Produktlinie etwas sein:

 

Bild: Seiko Prospex Speedtimer Solar Chronograph SSC911P1 – Seiko Online-Shop (Partnerlink)

Die wichtigsten Daten im Überblick:

Durchmesser: 41 mm
Werk: Kaliber V192, Quarz/Solarantrieb, Gangreserve bis zu 6 Monate
Preis: 699 Euro (u.a. im Seiko-Online-Shop – Partnerlink)

Auch diese Speedtimer ist in weiteren Farbvarianten erhältlich, die allerdings etwas weniger „Daytona-Vibes“ mitbringen:

 

Weitere Infos findet Ihr bei Seiko im Online-Shop (Partnerlink).

Mehr zum Thema Antrieb mit Sonnenlicht findet Ihr auch in diesem ZEIGR-Artikel über Solar-Uhren.

Und für alle, die eine Daytona-Alternative für einen noch schmaleren Geldbeutel suchen – hier ein weiterer Tipp:

#4 Timex Q Chronograph (aka „Poor Man’s Rolex Daytona“)

 

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Diesen Chrono habe ich Euch bereits in den Artikel Fundstücke: Uhren-Tipps für den kleinen Geldbeutel als Alternative zur stark gehypten und schwach verfügbaren MoonSwatch bzw. Uhren bis 250 Euro vorgestellt.

Aktuell gibt es den Q Timex Chronographen in zwei Zifferblattfarben.

Einmal in Schwarz:

 

Timex Watch TW2V42700

Foto: amazon – Partnerlink

Und mit Panda-Dial:

 

Timex Watch TW2V42800

Foto: amazon – Partnerlink

 

Zugegeben, das Gehäuse ist wesentlich kantiger. Und weder an einem Metall- noch an einem Lederband sieht der Q Timex-Chronograph wie eine 1:1-Version der Daytona aus. Betrachtet man aber das Zifferblatt und die Lünette, so erkennt man eindeutig, woher die Inspiration für diesen Chrono stammt :)

Die wichtigsten Daten im Überblick:

Durchmesser: 40 mm
Werk: Epson YM12a, Quarz
Preis: ab 199 Euro (u.a. auf amazon oder ebay – Partnerlinks)

Wie gesagt, dies ist eine Option für den ganz kleinen Geldbeutel. Timex ist eine großartige Marke, die in den letzten Jahren sehr viel richtig gemacht hat. Dennoch müsst Ihr bei solchen Preisen natürlich einige Abstriche machen. „Top Notch“ darf man hier sicherlich nicht erwarten, dafür aber einen hohen Fun-Factor in Sachen Retro-Designs :)

Den Q Timex Chrono findet Ihr u.a. auf amazon oder auf ebay (Partnerlinks).

Kommen wir zu einer Uhrenmarke aus den 60er Jahren, die wahrscheinlich nur den wenigsten bekannt ist. Sie war eine Zeit lang verschwunden und zeigt sich nun wiederbelebt.

#5 Le Jour Le Mans Chronograph

 

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Die Uhrenmarke Le Jour kenne ich noch von meiner Suche nach einer Orfina Porsche Design. Damals begegneten mir immer wieder Uhren, die der Orfina zum Verwechseln ähnlich sahen. Angeblich entstanden diese Uhren in Zusammenarbeit mit Heuer.

Was das Zitieren bekannter und erfolgreicher Design angeht, so setzt Le Jour offensichtlich weiterhin auf dieses Konzept.

Zumindest bei diesen Retro-Chronographen, die den Namen einer weiteren Rennstrecke tragen: Le Mans – statt Daytona :)

 

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Interessant: Bei Le Jour hat man eine erstaunlich große Auswahl. Auf der Website zähle ich neun Le-Mans-Modelle – in diversen Farben. Mit Oyster- oder Jubilee-Band sowie mit „normalem“ oder mit „Exotic Dial“:

 

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Die wichtigsten Daten im Überblick:

Durchmesser: 42 mm
Werk: Sellita SW500, Automatik, Gangreserve 48h
Preis: 1.380 Dollar (ca. 1.300 Euro)

Unbedingt beachten: Die Uhr ist mit 42 mm Durchmesser vergleichsweise groß. Wer kleinere Durchmesser bevorzugt, der dürfte bei der oben vorgestellten Seiko Speedtimer (39 mm) besser aufgehoben sein.

Und was nicht unerwähnt bleiben soll: Mit dem Sellita SW500 bringt Le Jour ein ziemlich solides Schweizer Werk an den Start – vergleichbar bzw. nahezu identisch mit dem bewährten Chronographen-Klassiker Valjoux/ETA 7750.

Waren wir bisher bei Chronographen, die der Rolex Daytona ähneln, so kommen wir nun zu einer Microbrand, die es doch sehr auf eine 1:1-Umsetzung von Vintage-Daytonas anlegt. Man kann hier fast schon von Replika sprechen…

#6 WMT – Watch Experimental Unit

 

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Wenn man diese Chronos aus der Ferne sieht, wird man sie sehr schnell für eine seltene Vintage-Daytona halten können. Sogar der Durchmesser von 37,5 mm verweist hierauf.

Erst bei näherem Hinsehen wird man dann entdecken, dass es sich um eine „Montana“ von WMT handelt – statt einer Daytona:

 

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Eine Paul Newman mit „Exotical Dial“ hat bzw. hatte WMT ebenfalls im Angebot:

 

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Ob man nun solche Hommage-Uhren zu einem Preis von 1.345 Dollar (ca. 1.250 Euro) kaufen und tragen möchte, das bleibt jedem selbst überlassen.

Sie zeigen aber, was – nahezu zwangsläufig – passiert, wenn die Original-Uhren derart begehrt und für die meisten Uhren-Fans unerreichbar sind.

WMT – auf Vintage-Rolex-Designs spezialisierte Microbrand

 

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Wenn man das Netz durchstöbert, dann lässt sich nicht viel über diese Microbrand herausfinden. Außer, dass sie ihren Sitz wohl in Hong Kong hat. Der Gründer heißt Alan Shum und war früher Design Director einer Uhrenmarke. Zudem hat er, laut einem Interview mit dem Kaminski Blog, reichlich Erfahrungen mit „Hi-End European Brands“ sammeln können.

Mit WMT hat er sich darauf spezialisiert, Rolex-Vintage-Designs wiederzubeleben:

 

Walter Mitt Royal Marine Taucher Edelstahl Automatik Miyota Schwarz Silber Leder Unisex Uhr

Foto: amazon – Partnerlink

 

Die Microbrand bietet sogar einen Konfigurator bzw. Customizer an – inklusive Alterungsspuren („Ghost-Bezel“ (Lünette), braunes „Tropic Dial“, nachgeahmtes Tritium etc.).

Die wichtigsten Daten im Überblick – WMT Montana Aged Edition:

Durchmesser:  37,5 mm
Werk: Seiko NE88, Automatik, Schaltrad-Chronograph, Gangreserve 45 Stunden
Preis:  1.345 Dollar (1.250 Euro) – derzeit ausverkauft, jedoch auf ebay (Partnerlink) zu finden

Diese Modelle sind offensichtlich sehr schnell ausverkauft. Auf ebay (Partnerlink) findet man jedoch noch das eine oder andere Modell im Preisbereich von 850 bis 1.900 Euro (Stand: Januar 2023). Allerdings solltet Ihr hier auf keinen Fall mehr als den ursprünglichen Preis zahlen – eher weniger. Erst recht, wenn die Uhr gebraucht ist.

Was man noch erwähnen muss: Das verbaute Seiko-Werk gehört in eine gehobenere Kategorie und kommt sogar mit Schaltrad.

Die Website Watchbase.com schreibt hierzu:

The NE series is regarded as the ‚Premium Mechanical‘ series, featuring finer finishing and higher accuracy than other series. (Quelle: Watchbase.com

Ob das den Preis rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Kommen wir nun zu einer weiteren Marke, die bekannt für ihre Hommage-Uhren ist – dieses Mal aus Deutschland.

#7 Steinhart Ocean Vintage One Chronograph

 

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Steinhart ist berühmt-berüchtigt für seine Hommage-Modelle. Für so manchen Uhren-Fans ist diese Marke geradezu ein rotes Tuch. Zumal sich Steinhart gern mal von neueren Rolex-Modellen „inspirieren“ lässt.

Aber es hilft ja nichts. Das Konzept kommt bei vielen gut an. Nicht zuletzt wegen der Qualität der Werke (Swiss Made ETA/Sellita) und der immer wieder erstaunlich niedrigen Preise.

Was die oben gezeigte „Paul Newman“-Hommage angeht, so mag sie auf den Bildern wie eine 1:1-Version aussehen, tatsächlich ist sie aber aufgrund ihres Durchmessers von 42 mm und ihrer Bauhöhe von beachtlichen 18 mm alles andere als mit dem Original vergleichbar. Denn das lag früher bei 37 mm – heute bei 40 mm.

Hier ein Video, das sehr schön zeigt, wie hoch gebaut diese Uhr ist – nicht zuletzt wegen des ETA-Werks 2824 in Top-Ausführung, das ein Chronographen-Modul von Dubois Dèpraz „on top“ erhalten hat:

Die wichtigsten Daten in der Übersicht:

Durchmesser:  42 mm
Werk: ETA-2824 in Top-Ausführung mit Chronographen-Modul von Dubois Dèpraz (DD2020)
Preis:   980 Euro (2016) – ausverkauft, jedoch auf ebay (Partnerlink) zu finden

Mittlerweile gab es noch weitere Varianten – im Jahr 2021:

 

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Und es werden sicherlich noch weitere folgen – zumindest würde mich das nicht wundern :)

Auf ebay (Partnerlink) liegen die aufgerufenen Preise derzeit um die 1.500 Euro (Stand: Januar 2023).

Allerdings solltet Ihr auf jeden Fall verhandeln und die Option eines Preisvorschlags nutzen bzw. bei Preisverhandlungen das Argument anführen, dass der Neupreis der oben gezeigten Modelle (2016 & 2021) bei rund 1.000 Euro lag. Im besten Fall bekommt Ihr diese Uhren für einen dreistelligen Betrag – das wäre zumindest mein Ansatz.

Fazit & Favoriten:

Soweit also meine Tipps. Es gibt sicherlich noch zahlreiche weitere Marken (z.B. Pagani & Co – s. amazon – Partnerlink), die sich einer Daytona-Hommage angenommen haben. Die oben vorgestellten Modelle sollen nur eine kleine Auswahl darstellen, von der ich meine, dass sie einen Blick wert ist.

Und würdet Ihr mich fragen, welche Uhrenmarken hierbei meine persönlichen Favoriten sind, dann wären es Tudor oder Seiko – je nach Budget.

Wer das Geld hat, der bekommt sowohl bei den Vintage-Tudors Big Block (s. ebay – Partnerlink) oder den etwas „günstigeren“ Tudor Prince Date Chronos (s. ebay – Partnerlink) als auch bei den neuen Black Bay Chronos (s. ebay – Partnerlink) einiges dafür. Sie stammen nun mal aus dem Hause Rolex. Das bürgt für eine gewisse Qualität.

Wer nicht ganz so viel ausgeben möchte, der ist aus meiner Sicht bei der Seiko Speedtimer sicherlich gut aufgehoben (s. Seiko Online-Shop – Partnerlink).

Nachtrag: 

Wie es halt so ist… Kaum ist der Artikel fertig, findet man weitere interessante Modelle.

Zum Beispiel dieses hier von der Marke M. & M. PRIMO EMPORIO 21-68:

 

Herrenuhr Chronograph Modell Newman Jubilee Neuheit 1015/G, silber / schwarz

Foto: amazon – Partnerlink

 

Die wichtigsten Daten in der Übersicht:

Durchmesser:  39 mm
Werk: Miyota (Quarz – keine weiteren Angaben)
Preis:  135 Euro (erhältlich auf amazon – Partnerlink)

Die Uhr geht schon sehr in die Richtung einer Rolex Daytona 6263 – kommt allerdings an einem Jubilee-Band.

Leider liegen auf amazon noch keine Bewertungen vor (Stand Januar 2023). Wer sich also dafür interessiert, sollte seine Erwartungen nicht zu hoch schrauben – allein schon wegen des Preises. Aber wer weiß, vielleicht überrascht die Uhr ja auch.

 

Last but least – ein paar Lese-Tipps: 

Omega Speedmaster – 6 Alternativen zur Moonwatch (Update 2023)

Panda-Dial – 6 Chronographen mit Panda-Zifferblatt für jedes Budget

Fundstücke: 3 Uhren-Tipps für den kleinen Geldbeutel (2022)

Hands-On & Test: HTD Safarigraph Limited Edition: Retro-Chronograph aus Italien