Omega Speedmaster – 6 Alternativen zur Moonwatch

Omega Speedmaster Moonwatch Alternativen Titel
(Lesezeit: 11 Min.)

Gleich vorweg: Hier schreibt ein Speedmaster-Fan. Sowohl in meiner Sammlung als auch in diesem Uhren-Blog ist dieser sportliche Chronograph ein fester Bestandteil. Unter anderem dabei: Der Klassiker Moonwatch (gekauft 2007), zwei mal (!) die Vintage Speedmaster Mark II, eine Mark 4.5 (meine erste Speedy), eine Triple Date (aka Mark 40) und die limitierte Ultraman SpeedyTuesday 2 (2018). Das sollte reichen, um zur Speedmaster-Community zu zählen, oder? – Wie komme ich also dazu, der Omega Speedmaster untreu zu werden und hier Alternativen vorzuschlagen? 

Nun, die Antwort findet Ihr in diesem Artikel. Das Thema „Mondpreise“ bei Omega bringt mich nicht nur ein wenig in Rage, sondern immer wieder zum Nachdenken. Vor allem, was die zukünftige Preisentwicklung der Speedmaster angeht. Und die könnte nicht ganz so lustig für Moonwatch-Fans werden – zumindest für die Normalverdienenden. 

OMEGA Speedmaster Moonwatch Ed White 2020 Kaliber 321

Die Kurzfassung des Artikels: Omega hat das „legendäre“ Kaliber 321 neu aufgelegt. Dieses Werk war in jener Speedmaster verbaut, die 1969 bei der ersten Mondlandung dabei war. Und genau dieses Werk kommt nun als Neuauflage in einigen Speedmaster-Modellen zurück. Der Preis des ersten Stahlmodells, in diesem Fall im sogenannten Pre-Moon bzw. Ed White Style (s.o.), liegt mal eben bei 13.100 Euro. Holy Moony!

Dem stehen 4.600 Euro für die normale und ebenfalls (noch?) erhältliche Moonwatch gegenüber. In der schlägt aber „nur“ das seit über zwei Jahrzehnten bewährte Kaliber 1861 – ein Upgrade des 861. 

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Und nun das Highlight: Das Kaliber 861 löste Ende der 60er Jahre das 321 ab. Warum? Weil es weniger anspruchsvoll und wartungsfreundlicher sein soll (Säulenrad vs. Kulissenschaltung). Die NASA lässt wohl grüßen ;) 

Nun macht Omega also zwei (Evolutions-)Schritte zurück – zum Kaliber 321. Inklusive stolzen Preisen. 

Yepp, darüber kann man schon mal nachdenken. 

Und wo ist jetzt das Problem?

Omega Speedmaster Moonwatch - welche Alternativen ?

Nun, noch gibt es keins. Wer Geld über hat, der gibt für eine (Pre-)Moonwatch in Stahl 13.100 Euro aus. Und hebt sich damit von den 4.600-Euro-Moonwatch-Besitzern ab. Allerdings nur finanziell, nicht in Sachen Uhren-Know-how. Denn daran ändert auch ein neues Kaliber 321 aus meiner Sicht nichts. Echte Kenner greifen eh zu einer Vintage-Speedmaster mit dem Original-Kaliber 321. Sie zahlen dabei weniger – und haben sehr wahrscheinlich auch noch das bessere Investment getätigt.

Wie auch immer. Kommen wir nun zu dem Punkt, warum sich – früher oder später – ein Blick auf einige Moonwatch-Alternativen lohnen könnte. 

Wird die Moonwatch noch „originaler“ – und noch teurer?

Uhren als Geldanlage - Omega Speedmaster-1

Meine persönliche steile These lautet: Bei Omega findet man, dass die aktuell erhältliche Moonwatch in Stahl zu günstig ist. Erst recht im Vergleich zum ewigen Konkurrenten Rolex und ihrem Bestseller Daytona. Die kostet in der Stahl-Variante schließlich auch 12.250 Euro (Listenpreis) – inklusive Automatikwerk, Keramiklünette und einem beachtlichem Wertsteigerungspotential. Wenn man sie denn überhaupt bekommt – nach jahrelangem Warten. Aber das ist ein anderes Thema.  

Und dahin soll nun wohl auch die Speedmaster – mittels neuem Kaliber 321 – hingeprügelt hingeführt werden. Mehr noch: Mit dem oben erwähnten Modell geht Omega einen Schritt weiter. Sie ist mit 13.100 Euro nicht nur teuerer als eine Rolex Daytona in Stahl, sie bietet auch noch weniger. Zum Beispiel einen Handaufzug – statt Automatik. (Angeblich nah am Original. Gleichzeitig jedoch mit Keramiklünette, Saphirglas und Sichtboden. Alles weder stimmig noch original (Pre-)Moonwatch. Eher inkonsequent, überteuert und mit äußerst ungewissem Werterhalt/Wertsteigerung.)

Die Reise könnte also im Worste Case dahingehen, dass Omega seine „günstige“ Moonwatch in der aktuellen Form aussortiert und in Zukunft mit dem „legendären“, „originalen“ und ordentlich preistreibenden Kaliber 321 ausstattet. Nach dem Motto: „Es wächst zusammen, was zusammengehört – und dafür zahlt Ihr jetzt bitte auch Preise wie bei der Daytona“.

Wie gesagt, nur meine ganz persönliche steile These. Überprüft selbst, wie schlüssig und wahrscheinlich sie Euch erscheint. Alles Weitere werden eh die kommenden Monate und Jahre zeigen. – Sollte ich mich irren, umso besser. Dann bleibt die Moonwatch noch einige Jahre im mittleren vierstelligen Bereich. Wenn nicht, geht es schon bald (bzw. nach Corona) straight in Richtung fünfstellige Sphären. Wir werden sehen :) 

Normalverdiener & Preis-Sensibilität

Immer wieder interessant: Fachmagazine und nicht wenige Uhren-Blogger finden die gesamte Entwicklung scheinbar ganz OK und normal. Sie zeigen irgendwie wenig Preis-Sensibilität für den normalverdienenden Leser. Einige dieser Publikationen sind aber auch ziemlich „dicke“ mit Omega. Das bin ich nicht, und darum möchte ich ein wenig für den berühmten „Fall der Fälle“ vorsorgen. 

Zu welchen Uhren würde ich also raten, wenn die Moonwatch aufgrund von Omegas ambitionierter Preispolitik für den Normalverdiener nicht mehr in Frage kommt? 

Es folgen sechs Tipps von einem eingefleischten Speedmaster-Fan.

Und damit ihr besser vergleichen könnt, hier die wichtigsten Infos zur aktuell erhältlichen Moonwatch:

Omega Speedmaster Professional - Close up

Gehäuse:

 Edelstahl 

Durchmesser:

 42 mm

Werk:

Kaliber Omega 1861 (Handaufzug)

Glas:

Hesalit (Acryl) 

Wasserdicht:

5 Bar (50 Meter / 167 Fuß)

Preis:

4.600 Euro (Metallband)

4.500 Euro (Lederband)

   

Los geht´s. 

Omega Speedmaster Moonwatch – die Alternativen

#1 Alternative: Die Günstige – Bulova Lunar Pilot – „inoffizielle“ Moonwatch ab 500 Euro 

Bulova Moonwatch Pilot 96B251 - günstige Moonwatch / Omega Speedmaster Alternative

Wir starten mit einem Schnäppchen – gewissermaßen. Das Beste an der Bulova Lunar Pilot: Diese Uhr ist ebenfalls eine echte Moonwatch – inklusive eigener und interessanter Geschichte. Sie ist die Neuauflage einer Uhr, die der Astronaut Dave Scott als private Uhr mit auf seine Mond-Mission nahm. Die Legende besagt, dass ihm seine offizielle und von der NASA ausgehändigte Speedmaster einen Defekt hatte. Das Glas soll abgesprungen sein. Also stieg er auf seine mitgebrachte Bulova um. Damit war eine weitere Moonwatch geboren – wenn auch keine offizielle. Die Original-Uhr erzielte übrigens vor einigen Jahren über 1,6 Millionen Dollar auf einer Auktion.

Zur Uhr selbst: Die Neuauflage ist mit 45 mm recht groß und hat ein hochpräzises Quarz-Werk mit einer Frequenz von 262 kHz. Und. Wer nur mechanische Uhren an seinen Arm lässt – keine Bange, mechanische Alternativen kommen noch :)

Die wichtigsten Infos im Überblick – Bulova Lunar Pilot

Bulova Lunar Pilot Moonwatch günstige Omega Speedmaster Alternative

Gehäuse:

 Edelstahl 

Durchmesser:

 45 mm

Werk:

 NP20-Y0Z (Hochleistungs-quarzwerk

mit einer Frequenz von 262 kHz) 

Glas:

 Saphirglas

Wasserdicht:

 bis 50 Meter 

Preis (UVP):

 499 Euro (Leder-/Nylonband)

550 Euro (Metallband) 

   

Der Preis: 

Wie gesagt, für eine Moonwatch ist die Lunar Pilot ein echtes Schnäppchen: Unter 500 Euro bekommt Ihr sie am Leder-/Nylonband:

 

Bulova Lunar Pilot Watch 96B251 - Herren Designer-Armbanduhr Mond-pilot - Armband aus Leder - Schwarz

Foto: amazon-Partnerlink

 

Für 550 Euro gibt es die Uhr am Metallband: 

 

Bulova Special Edition Moonwatch Precisionist - Herrenchronograph - silber

Foto: amazon-Partnerlink

Und dann gab es noch eine Variante mit komplett schwarzem Gehäuse – als Sonderedition: 

Bulova Lunar Pilot Moonwatch Schwarz - Omega Speedmaster Alternative

Auf amazon und ebay (Partnerlinks) bekommt Ihr diese Uhren in der Regel unter UVP. Hier lässt sich also gut sparen. Erst recht, wenn Ihr sie gebraucht auf ebay (Partnerlink) kauft.

Mehr zur Bulova Lunar Pilot findet Ihr auch in diesem ZEIGR-Artikel

#2 Alternative: Der zweieiige Zwilling – Bell & Ross BR V2-94 BLACK STEEL

 

Bell & Ross-BR-V2-94-Black-STEEL - Omega Speedmaster Alternative

 

Zugegeben, diese Bell & Ross unterscheidet sich dann doch in einigen Merkmalen von der Moonwatch – sie ist kein eineiiger Zwilling. Aber eine gewisse Ähnlichkeit ist da. Auf jeden Fall haben wir hier einen sportlichen Chronographen, der mir auf Anhieb gefallen hat. Warum wohl, hm? ;)

Die wesentlichen Unterschiede zur Moonwatch: Automatikwerk, verschraubte Krone und Drücker, ein Bi-Compax-Zifferblatt, Ziffern auf „12“ und „6“-Uhr und die Wasserdichtigkeit bis 100 Meter (vs. Moonwatch 50 Meter). Mit 41 mm ist sie zudem etwas kleiner als die klassische Moonwatch (42 mm). 

Das erste Mal habe ich diese Uhr auf der Baselworld 2017 live gesehen: 

Und später noch einmal in einer weiteren Variante – mit „Vintage-Lume“, anderer Lünette und rotem „100 M“-Schriftzug: 

Die wichtigsten Infos im Überblick – Bell & Ross BR V2-94 BLACK STEEL

Bell & Ross-H23-03-BRV2-94-black-steel.jpg-1600

Gehäuse:

Edelstahl 

Durchmesser:

41 mm

Werk:

Kaliber BR-CAL.301

(Basis: ETA 2894-2 – Quelle: Watchbase

Glas:

Extrem gewölbtes, entspiegeltes Saphirglas

Wasserdicht:

bis 100 Meter 

Preis (UVP):

3.900 Euro (Lederband)

4.200 Euro (Stahlband) 

   

Der Preis: 

Gut, mit offiziellen 4.200 Euro (Metallband) ist dieser Bell & Ross Chronograph jetzt nicht so viel günstiger als eine Moonwatch. So mancher würde da eher zum Klassiker greifen. Aber: Ihr bekommt diese Uhr aktuell bei dem Online-Händler und ZEIGR-Kooperationspartner Horando für 2.920 Euro am Lederband (Sponsored Link) und für 3.150 Euro mit Metallband (Sponsored Link). Now we are talking, oder? :) 

Ob diese Preise auch in Zukunft gelten, kann ich Euch nicht sagen. Falls nicht, fragt einfach mal bei Horando an und verweist auf diesen Artikel. Vielleicht geht ja was. (Kooperation/Werbung – siehe auch Trusted Shops Bewertung

#3 Alternative: Die Taucher-Variante – Oris Divers Sixty-Five Chronograph

Oris Divers Sixty-Five Chronograph - Omega Speedmaster Alternative?

Hier fällt sofort auf: Dieser Retro-Chrono von Oris hat drehbare eine Taucherlünette mit Minutenmarkierung – statt einer für die Speedmaster typischen, fixierten Tachymeter-Lünette (Geschwindigkeitsmessung). Aber was soll´s. Es geht ja nicht um eine 1:1-Kopie, sondern um schöne Alternativen. Bitte sehr, hier ist eine :)

Die Oris Divers Sixyt Five Modellreihe habe ich Euch ja bereits hier vorgestellt: 

Eine Woche am Arm: Oris Divers Sixty-Five 42 & 40 mm

 

Wirklich gelungene Uhren. Und in der Zwischenzeit gab es einige Updates – wozu eben auch dieser Retro-Chronograph gehört. Die Bezeichnung „Sixty Five“ bezieht sich übrigens auf das Jahr 1965 – und passt somit auch hervorragend in die Zeit der (Pre-)Moonwatch. 

Die wichtigsten Daten im Überblick: 

 Oris Divers Sixty-Five Chronograph - Omega Speedmaster Alternative?

Gehäuse:

 Edelstahl (Lünette Stahl/Bronze) 

Durchmesser:

 43 mm

Werk:

 Kaliber Oris 771

Basiswerk Sellita SW 510

Glas:

 Saphirglas, beidseitig gewölbt

Innenseite entspiegelt

Wasserdicht:

 bis 100 Meter 

Preis:

3.800,- Euro (Lederband)

4.000,- Euro (Stahlband)

   

Der Preis:

Mit 4.000 Euro UVP gehört die Oris sicherlich nicht zu den günstigsten Uhren und ist preislich (noch) recht nah an der Moonwatch dran. Aber auch hier gilt: Im Netz gibt es sie in der Regel günstiger. Auf ebay (Partnerlink) finde ich sie aktuell – neu, am Lederband und von einem Händler – deutlich unter 3.000 Euro (Stand Mai 2020).

Das zeigt ganz gut, welches Spar-Potential hier noch für Euch drin ist. Bitte checkt aber auf ebay, und auch sonst immer, die Verkäufer und deren Bewertungen – ausgiebig.

#4 Alternative: Der Klassenbeste – Tudor Black Bay Chrono

Tudor Black Bay Chrono - Preis: 4.700 Euro (Uhren bis 5.000 Euro)

Wie sage ich es am schonendsten… Egal: Dieser Chronograph ist in Sachen Leistung und Preis eine saftige Ohrfeige ins Gesicht von Omega – und anderen Herstellern. Während es die Bieler kaum noch schaffen, eine Dreizeiger-Uhr unter 5.000 Euro in den Handel zu bringen, geht die Rolex-Tochter daher und präsentiert auf der Baselworld 2017 erstmals diesen Chronographen. Mit Manufakturwerk (in Kooperation mit Breitling), Chronometerzertifikat, Siliziumspirale, 200 Meter wasserdicht, 70 Stunden Gangreserve etc. pp.  – und fährt damit einiges auf. 

Hier aber erst einmal mal…

Die wichtigsten Daten im Überblick – Tudor Black Bay Chrono: 

Tudor Black Bay Chrono 79350 Baselworld 2017 - Omega Speedmaster Alternative ?

Gehäuse:

Satiniertes, poliertes Gehäuse in Edelstahl

Durchmesser:

 41 mm

Werk:

Manufakturwerk Kaliber MT5813 in Kooperation mit Breitling (Basis: Breitling 01)

Vom Schweizer Prüfinstitut Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (COSC) offiziell zertifizierter Schweizer Chronometer

Glas:

Gewölbtes Saphirglas

Wasserdicht:

200 Meter

Preis:

4.550 Euro (Lederband)

4.840 Euro (Metallband)

   

Keine Frage, dieser Tudor Chrono ist der Moonwatch – zumindest aus technischer Sicht und Features – haushoch überlegen. Liegt jeodch in derselben Preiskategorie – unter 5.000 Euro. Das ist wirklich mal eine Ansage. 

Und wir wissen mittlerweile ja auch, was dabei rauskommt, wenn Omega sich vornimmt, die Speedmaster auf ein ansatzweise ähnliches Niveau und Ausstattung zu bringen. In der Regel bedeutet es fünfstellige Preis. Kaum nachvollziehbar oder begründbar. Tudor zeigt hier, dass es durchaus vierstellig geht. Und das wirklich eindrucksvoll. 

Ja, ich weiß. Diese Uhr erinnert mehr an eine Daytona als eine Moonwatch. Wer aber nicht an das filigrane Design der Speedmaster gebunden ist, sondern vielmehr auf der Suche nach einem (sehr) gut ausgestattetem sportlichen Chronographen im Retro-Stil ist, der sollte sich auf jeden Fall diese Black-Bay-Variante anschauen. Aus meiner Sicht der derzeit beste Kauf im Preisbereich der klassischen Moonwatch. Und das für eine Uhr, die aus dem Hause Rolex stammt und sich fast schon auf Daytona-Niveau bewegt. Nur eben zum halben Preis… 

Darum lautet mein persönliches Fazit: Klassenbester Chronograph in diesem Preissegment. 

Tudor Black Bay Chrono 79350 Baselworld 2017

Der Preis: 

Der liegt offiziell bei 4.550 Euro (Lederband) und 4.840 Euro (Metallband). – Doch wie immer gilt: Wer Geld sparen möchte, der schaut ins Netz und hält nach guten Angeboten Ausschau. Ihr bekommt diesen Chrono durchaus noch unter Listenpreis – und zwar neu. Zum Beispiel gibt es einige aktuelle Angebote (Sponsored Link) bei dem ZEIGR-Kooperationspartner Horando (Sponsored Link), die auf jeden Fall einen Blick wert sind, wenn man Geld sparen möchte (Stand: Mai 2020 – siehe auch Trusted Shops Bewertung).

Eine weitere Option: Der Tudor Black Bay Chrono ist natürlich auch gebraucht auf ebay (Partnerlink) zu finden. Bitte checkt aber immer die Verkäufer und deren Bewertungen – ausgiebig. Erst recht in dieser Preiskategorie. 

#5 Alternative: Mit offiziellen Weltraum-Genen – Fortis Classic Cosmonauts Chronograph

Fortis Classic Cosmonauts Chronograph  ceramic p.m - Omega Speedmaster Alternative?

Wie gesagt, es soll hier nicht um 1:1-Kopien der Speedmaster gehen, sondern um sportliche Chronographen, die in dieselbe Kategorie wie die Moonwatch fallen – und Alternativen aufzeigen. Die Fortis Classic Cosmonauts ist so eine Uhr.

Die Bezeichnung „Cosmonauts“ lässt es bereits erahnen – diese Uhr hat den Weltraum in den Genen. Sie ist die (stark) modernisierte und neuaufgelegte Version dieses offiziellen Weltraum-Chronographen von Fortis: 

Fortis Official Cosmonauts - im Weltraum getestet und die Ergebnisse protokolliert

Übrigens auch in meiner Sammlung zu finden, da ich einen persönlichen Bezug zu der „West in Space“-Variante habe:

Fortis Official Cosmonauts West in Space

Mehr dazu in diesem Artikel (Sponsored Post)

Aber zurück zur Neuauflage. So präsentierte Fortis sie im Umfeld der Baselworld 2016: 

Fortis Classic Cosmonauts Chronograph - Omega Speedmaster Alternative?

Nicht schlecht, oder? Die oben gezeigte Version hat eine dunkle Keramik-Lünette und trägt den Namen: Fortis Classic Cosmonauts Chronograph Ceramic P.M.  Leider ist sie in dieser Form nicht mehr im Sortiment. Bei dem einen oder anderen (Online-)Händler solltet Ihr sie aber noch finden können (Stand: Mai 2020). Auf jeden Fall verfügbar sind aber die Versionen mit Stahl-Lünette. Und die sind nicht minder gelungen:

Fortis Classic Cosmonauts Chronograph  Steel p.m - Omega Speedmaster Alternative

Generell muss man bei Fortis-Uhren hinzufügen, dass sie live um einiges besser aussehen als auf den offiziellen Pressefotos (Renderings) bzw. auf Fotos allgemein. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, dann schaut sie Euch auf jeden Fall mal live an. Und werft einen genaueren Blick auf die Zifferblätter. Da hat Fortis ganze Arbeit geleistet. 

Die wichtigsten Daten im Überblick – Fortis Classic Cosmonauts

Gehäuse:

Teils poliert, teils gebürsteter Edelstahl

Durchmesser:

42 mm

Werk:

UW-50 (Basis: ETA 7750) 

Glas:

Saphirglas mit beidseitig doppelter

Antireflektionsbeschichtung AR 027

Wasserdicht:

100 m / 300 ft / 10 atm

Preis:

3.690 Euro (Metallband + Lederband)

   

Der Preis: 

Ihr seht, der oben genannte Preis bewegt sich deutlich unter 4.000 Euro. Damit kostet dieser Chrono fast 1.000 Euro weniger als eine Moonwatch. Das ist schon mal ein Argument. Hinzukommt die Weltraum-Historie, die Fortis ebenfalls mitbringt. 

Und nun die besonders gute Nachricht: Es handelt sich hierbei um die unverbindliche Preisempfehlung – von der genügend (Online-)Händler abweichen. Tatsächlich bekommt Ihr diese Uhren deutlich unter 3.000 Euro – und zwar im Neuzustand.

Im Netz und auf ebay (Partnerlink) bieten diverse Händler sie zu genau diesen Preisen an. Gebraucht und von Privatpersonen sind sie nochmals günstiger – gern unter 2.000 Euro (Stand: Mai 2020). Und wie immer gilt: Checkt die Verkäufer und deren Bewertungen – ausgiebig. 

Damit sind wir auch schon bei der nächsten Alternative – sie toppt in Sachen Preis/Leistung alle hier vorgestellten mechanischen Chrongraphen: 

#6 Alternative: Die Unerwartete – Sinn 103 

Sinn 103 - Fliegeruhr als Omega Speedmaster Alternative

Eigentlich dürfte ich den Sinn-Klassiker 103 hier nicht aufführen. Schließlich ist die – von mir ebenfalls sehr geschätzte – Sinn 142 der offizielle bzw. nachgewiesene Weltraum-Chronograph…


…und hat damit eigentlich den größeren Bezug zur Omega Speedmaster Moonwatch. – Ihr seht aber auch, dass diese Uhr ein ganz anderes „Kaliber“ist. Vor allem, was die wuchtige Gehäuseform, das recht vollgepackte Zifferblatt und das Gesamtkonzept dieser Uhr angeht. Eine schöne und auf jeden Fall empfehlenswerte (Vintage-)Uhr – ein Vergleich mit der Moonwatch bzw. sie als Alternative vorzuschlagen, würde aus meiner Sicht dann doch etwas zu sehr hinken.  

Kehren wir darum zurück zu dem Fliegeruhren-Klassiker Sinn 103: 

Sinn 103 Lederband schwarz

Der Grund, warum ich auf diese Uhr gekommen bin: Zum einen der für dieses Umfeld recht „niedrige“ Preis von 2.000 Euro – zum anderen die Tatsache, dass Weltraum-Piloten in der Regel auch ausgebildete Kampf- und Test-Piloten waren. Das Thema Fliegeruhr ist hier also alles andere als abwegig. Im Gegenteil. 

Damit sind wir auch gleich bei einem interessanten Fun Fact: Die Speedmaster ist – trotz ihrer attestierten Flugtauglichkeit zum Mond – de facto keine Fliegeruhr. Deutlich zu erkennen an der Tachymeterskala auf der Lünette. Sie diente früher dem Messen einer Durchschnittsgeschwindigkeit bei Autorennen – mithilfe von Meilensteinen am Fahrbahnrand. Beides ist weder in der Luft noch im Weltraum anzutreffen. Und ebenso wenig auf dem Mond ;)

Sprich: Nicht eine Piloten- oder Fliegeruhr ist zur legendären Moonwatch geworden, sondern ein Rallye-Chronograph. Von der Rennstrecke ins All gewissermaßen. – Und warum sie nun ausgerechnet SPEEDmaster heißt, erklärt sich spätestens jetzt von selbst. 

Doch zurück. Während einige der oben vorgestellten Uhren ebenfalls die für den Weltraum und Mond recht unnütze Tachy-Lünette haben, kommt die Sinn 103 so daher, wie eine Fliegeruhr sein muss: Funktional und gut ablesbar. Fertig. 

Die wichtigsten Daten im Überblick: 

Sinn 103 - Fliegeruhr - Omega Speedmaster Alternative?

Gehäuse:

Gehäuse aus Edelstahl, poliert

Durchmesser:

41 mm

Werk:

Valjoux 7750
antimagnetisch nach DIN 8309

Glas:

Deckglas aus Acryl

Saphirglas gegen Aufpreis: 500 Euro

Wasserdicht:

200 Meter – erfüllt die technischen

Anforderungen der DIN 8310

für Wasserdichtigkeit

Preis:

ab 1.670 Euro (Lederband)

1.850 Euro (Metallband)

   

Der Preis: 

Zum Thema Preis bzw. Preisentwicklung der Sinn 103 habe ich in diesem Artikel bereits einiges geschrieben – inklusive Grafik. Nur soviel an dieser Stelle: Gemessen an den anderen hier vorgestellten mechanischen Uhren ist sie mit 1.670 Euro (Lederband) bzw. 1.850 Euro (Metallband) eine vergleichsweise günstige Alternative zur Omega Speedmaster. – Sicherlich etwas unscheinbarer und weniger berühmt, aber Ihr bekommt hier eine ordentliche Fliegeruhr. Mit einem seit Jahrzehnten bewährten und in diesem Fall antimagnetischen Chronographen-Werk (Valjoux/ETA 7750). Dazu ist die Sinn 103 bis zu 200 Meter wasserdicht – für eine Fliegeruhr nicht selbstverständig ist. Wir erinnern uns: Die Moonwatch kommt nur auf 50 Meter. 

Einziges „Manko“ dieser Uhr: Wer sich etwas mehr Luxus gönnen möchte – zum Beispiel ein Saphirglas -, der zahlt bei Sinn mal eben 500 Euro drauf. Für das Geld bekommt Ihr übrigens die oben vorgestellte Bulova ;) 

Wie auch immer, die Uhr ist auf jeden Fall einen Blick wert. Erst recht, wenn Ihr sie als Vintage oder gebrauchte Uhr auf ebay (Partnerlink) zu einem guten Preis findet. Egal, in welcher ihrer vielen Varianten (ebay-Partnerlink). 

Und eine Notiz am Rande: Ein Saphirglas muss nicht zwingend sein – die Moonwatch hat auch keins. Es entsprach einfach nicht den Anforderungen der NASA. Der Grund: Flexibles Acryl-/Plexiglas kommt besser mit Druckschwankungen zurecht als zu starre Gläser. 

Soweit also zum Thema Alternativen zur Omega Speedmaster. Ich hoffe, dass die eine oder andere Inspiration für Euch dabei war. 

Last but not least – die Liebe zum „Original“

Wer nun nach wie vor auf die Moonwatch fixiert ist, dem kann ich es gut nachempfinden :)

Es ist und bleibt einfach eine schöne Uhr. Und es spricht nichts dagegen, sie sich zuzulegen. Mal abgesehen von zukünftigen und zu ambitionierten Preisen, die Omega gern aufrufen möchte. Wer also mit dem Gedanken spielt, dem rate ich – wie immer – nach guten Angeboten und Händlern im Netz zu schauen. Bei dem ZEIGR-Kooperationspartner Horando (Sponsored Link) könnt Ihr tatsächlich unter Listenpreis fündig werden. Bei aktuellen Angeboten (Sponsored Link) lässt sich bei einer neuen Speedmaster der eine oder andere Hunderter sparen (Stand: Mai 2020, Kooperation/Werbung – s. Trusted Shops Bewertung).

Wer noch mehr sparen möchte, der sollte sich nach gebrauchten Uhren und auf ebay umschauen (Partnerlink). Wie immer gilt: Verkäufer und Bewertungen checken – und zwar ausgiebig. 

Damit überlasse ich Euch nun der berühmten „Qual der Wahl “ – Speedmaster oder eine Alternative? ;) 

 

Lese-Tipps: 

The Moon is the Limit? – Omega Speedmaster Preisentwicklung (Update)

Uhren-Neuheiten 2020 – von Mondpreisen & neuen Farben

 

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Theodossios Theodoridis

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