Tutima M2 Coastline: Hands On – inkl. Fotos & Preis

Tutima Glashütte M2 Coastline Titan-Uhr
(Lesezeit: 3 Min.)

Die Tutima M2 Coastline. Eine Titanuhr “Made in Germany”, die ich schon 2017 bei einem Besuch in Glashütte als Protoytyp in der Hand halten durfte – und mir auf Anhieb gefallen hat. Nicht zuletzt, weil sie mich an die eine oder andere Flieger- bzw. Militäruhr erinnert. Unter anderem an die legendäre Tutima Military (M1) – auch bekannt als Bundeswehr-Uhr:

Tutima Military/Bundeswehr

Mittlerweile hat Tutima die etwas moderner gestaltete Dreizeiger-Variante M2 auf der Baselworld 2018 und 2019 ausgestellt und in verschiedenen Varianten auf den Markt gebracht: 

2017 war ich felsenfest davon überzeugt, dass die M2 Coastline unter Uhrenfreunden und Uhren-Blogs reichlich Beachtung finden würde. Doch irgendwie scheint das nicht passiert zu sein. Die Begeisterung und Beachtung hielt sich in Grenzen. Zu Unrecht, wie ich finde. 

In diesem Artikel soll es also – kurz und bündig – darum gehen, warum diese Dreizeiger-Uhr einen Blick wert sein könnte. 

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Quick-Check: Tutima M2 Coastline – in Grün

Tutima Glashütte M2 Coastline

Um mir die Uhr etwas genauer anschauen zu können, habe ich von Tutima die neueste Variante mit grünem Zifferblatt (Ref. 6150-08) zur Ansicht erhalten. Nicht unbedingt mein Favorit in Sachen Farbe (siehe Uhren-Trends 2019/20). Aber durchaus interessant, da die Uhr ein recht gelungenes Dégradé-Zifferblatt hat. Sprich: Einen Farbverlauf von Dunkelgrün bis Schwarz.

Auf dieses Konzept setzt Tutima auch bei anderen Modellen. Es scheint sich wohl bewährt zu haben – zumindest als Eyecatcher auf Messen wie der Baselworld:

Uhren-Neuheiten 2019 - Tutima Glashütte Flieger - Baselworld

Im Vergleich zur der Tutima Grand Flieger oben empfinde ich den Farbverlauf der Coastline jedoch wesentlich dezenter – und damit gelungener. Am Handgelenk und je nach Lichteinfall war es oft so, dass ich das Grün erst auf den zweiten Blick wahrnahm. 

Tutima Glashütte M2 Coastline Wrist-shot

Und von weitem wirkt diese Uhr eh als habe sie einfach nur ein “dunkles Zifferblatt”. Diese Form von Understatement sagt mir auf jeden Fall mehr zu als ein knalliges Kermit-Grün, das man bei dem anderen oder anderen Hersteller findet :) 

Bevor wir nun zu den Features & Co kommen – noch ein paar Fotos: 

Tutima Glashütte M2 Coastline

Tutima Glashütte M2 Coastline Gehäuseboden

Tutima Glashütte M2 Coastline Schließe

Tutima Glashütte M2 Coastline Schließe

Tutima Glashütte M2 Coastline Armband Titan

Die Größe: 

Auf Fotos und am Handgelenk mag diese Tutima für manchen vielleicht klein aussehen – tatsächlich hat sie aber einen Durchmesser von 43 mm. Das gilt allgemeinhin als groß. Meine persönliche Einschätzung und zur Orientierung: Wer sonst Uhren um die 41 mm trägt, dürfte auch mit der M2 Coastline klarkommen. Das Gehäuse-Design bzw. die abgeschrägten “Kanten” lassen sie etwas kleiner wirken. Letztendlich hilft aber natürlich nur anlegen – alles andere ist Ferndiagnose :) 

Die Features – in Kürze: 

 

  • Gehäuse und Armband aus Reintitan
  • Werk: Kaliber Tutima 330 (Basis ETA 2836-2),  25 Steine, Rotor mit Goldsiegel, Gangreserve ca. 38 Stunden
  • Wochentag-/Datumsanzeige
  • Entspiegeltes Saphirglas
  • Indizes mit SuperLumiNova
  • Verschraubte Krone
  • Durchmesser: 43 mm 
  • Höhe: 12,9 mm

 

  • Preis: 1.590 Euro (UVP) 

 

Pro – warum die Tutima M2 Coastline einen Blick wert ist: 

 

  • Titanuhr – edles und leichteres Metall als Stahl
  • Made in Glashütte bzw. Made in Germany
  • Design: Gehäuseform in Anlehnung an den legendären Tutima-Klassiker M1 (Tutima Military – Bund-/NATO-Chronograph) 
  • Gelungenes Design des Armbands – angenehm zu tragen (siehe auch div. Sinn-Uhren & Patek Philippe Nautilus)
  • 300 Meter (30 bar) wasserdicht – mehr als bei einer Fliegeruhr bzw. Alltagsuhr nötig ist 
  • vergleichsweise moderater Preis – weit unter 2.000 Euro 

Contra: 

 

  • Die Schließe – in Relation zum Band erschien sie mir etwas zu wuchtig. Als wäre sie ursprünglich für eine andere/größere Uhr gedacht gewesen. Und: Ein etwas kleineres Logo auf der Schließe wäre mehr gewesen. Das war´s dann aber auch schon :) 

Fazit: 

Wer Fliegeruhren mag und sich schon immer für das Design und die  Gehäuseform der Tutima Military (M1) begeistern konnte, der bekommt mit der Tutima M2 Coastline gewissermaßen die “kleinere” Dreizeiger-Variante dieses Klassikers. Wobei wir immer noch von 43 mm sprechen. Die passt vielleicht nicht an jedes Handgelenk, aber doch an mehr als es die Maße auf dem Papier vermuten lassen. 

Neben dem Design sind für mich aber das hier verwendete Material und der Preis die ausschlaggebende Argumente, sich diese Uhr mal genauer anzuschauen: Der Preis erscheint mir nämlich für eine Titan-Uhr, Made in Glashütte und mit einer Wasserdichtigkeit bis 300 Meter fast schon moderat. Dafür bekommt man bei anderen Herstellern nicht einmal eine Stahluhr.

Mein persönliches Fazit lautet: Ihr bekommt hier reichlich Uhr für Euer Geld. Die Tutima Coastline M2 ist ein gelungener Einstieg in die Welt der Flieger- und zugleich Glashütter Uhren – sowohl in Sachen Design als auch Preis.

Was die Farbe angeht, so würde ich persönlich zur grauen Variante mit Sonnenschliff-Zifferblatt greifen. Die macht auf mich einen noch edleren Eindruck. Aber das ist Geschmacksache :) 

Tutima Glashütte M2 Coastline Grau

Insgesamt stehen vier Zifferblatt-Farben zur Auswahl – Grün, Schwarz, Blau und Grau: 

Soweit also mein Schnell-Test bzw. Hands-On zu dieser Uhr. 

Mehr zur Tutima Coastline M2 – bei diesen Uhrenblog-Kollegen: 

 

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Theodossios Theodoridis

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