Omega Speedmaster Automatic Triple Date (Mark 40/MK40)

Omega Speedmaster Automatic Triple Date (Mark 40)
(Lesezeit: 6 Min.)

Die Omega Speedmaster – was für einen Hype hat diese Uhr in den letzten Jahren und Jahrzehnten erfahren. Vor allem die Moonwatch. Also jene legendäre Uhr, die mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin, 1969 auf dem Mond war. Seitdem hat Omega sowohl die Modellpalette als auch die Legende rund um die Uhr geschickt auf- und ausgebaut. Und das schlägt sich heute in den Preisen nieder. Sowohl bei den neuen als auch bei den alten „Speedies“. Und um eine ganz besondere und viel zu wenig beachtete soll es in diesem Artikel gehen: Die Omega Speedmaster Automatic Triple Date.

Preis- und Wertentwicklung der Omega Speedmaster

Zum Thema Preisentwicklung, speziell der Omega Speedmaster Moonwatch, habe ich hier (inkl. Grafik) bereits einiges geschrieben. Und was die Vintage-Modelle angeht, so erreichen die besonders gesuchten heute problemlos fünf– bis sechsstellige Auktionspreise. Zum Vergleich: Eine neue Omega Speedmaster Professional Moonwatch liegt aktuell (noch) bei 4.300 Euro 4.600 Euro. Und da sprechen wir von dem Klassiker mit Handaufzug und Plexiglas – als Einstieg in die große und zunehmend kostspieliger werdende Speedmaster-Welt.

Omega Speedmaster Professional - Close up

Was aber, wenn das eigene Budget viel weniger hergibt und man nicht einmal die Hälfte des Neupreises ausgeben kann – oder möchte? Gibt es da gute Optionen? Auch in Sachen Geldanlage?

Aber natürlich :)

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Eine Speedy unter 2.000 Euro?

Gleich vorweg: Eine neue Omega Speedmaster bekommt Ihr natürlich nicht für 2.000 Euro. Zumindest keine echte. Leider auch keine gebrauchte (Vintage-)Moonwatch. Die Zeiten sind einfach vorbei. Die Preise für gebrauchte Moonwatches liegen mittlerweile über 2.000 Euro (ebay-Partnerlink).
Aber: Ihr bekommt sehr wohl das eine oder andere interessante gebrauchte Modell aus der „zweiten Reihe“. Schließlich hat Omega immer wieder neue Varianten auf den Markt gebracht. Und die sind allemal einen Blick wert. Vor allem, weil die enormen Preisanstiege der gesuchteren Modelle dazu führen, dass auch die zweite Reihe an Wert zulegt. Vielleicht nicht ganz so spektakulär wie die Moonwatches, Pre-Moonwatches (vor 1969) und Limited Editions, aber auf jeden Fall besser als jedes Sparbuch oder Tagesgeld-Konto. Denn das wisst Ihr sicherlich: Dank lächerlicher Zinsen und Inflation führen die zu einem jährlichen Verlust auf unseren Konten. (Wer´s nicht glaubt: Zinsen <1% vs. Inflation ca. 2% = mind. -1% Verlust p.a.). Da macht das Investment in eine gebrauchte oder Vintage Omega Speedmaster doch etwas mehr Spaß, oder?

Omega Speedmaster Mark 4.5 Automatic + Moonwatch

Nachdem ich Euch bereits in diesem Blogartikel-Artikel von 2014 die Speedmaster Mark-Modelle (oben links) als interessante Geldanlage ans Herz gelegt habe  und gar nicht mal so falsch lag ;) -, möchte ich Euch heute einen weiteren Tipp mitgeben:

Omega Speedmaster Automatic Triple Date (Ref. 3520.50)

Omega Speedmaster Automatic Triple Date - Mark 40

Triple Date aka Day Date aka MK40

Gehäuseboden der Triple Date

Metallband & Schließe

Während die oben erwähnte Speedmaster Mark-Reihe (ebay Partnerlink) recht wuchtige Uhren von 42 mm und mehr hervorgebracht hat, ist die Omega Speedmaster Automatic Triple Date eher von der filigranen Sorte. Ihr Gehäuse misst lediglich 39 Millimeter. Und ich muss gestehen, dass es für mich anfangs etwas ungewohnt war, eine so kleine Speedmaster zu tragen. Aber: Wie wir spätestens seit dem Artikel Die Top 3 Uhren-Trends des Jahres 2018 wissen, sind Uhren unter 40mm der letzte Schrei ;)

Omega Speedmaster Automatic Triple Date (MK40) & Moonwatch

Aber im Ernst: Die wesentlichen Gründe, warum ich die Omega Speedmaster Automatic Triple Date (Ref. 3520.50 – Partnerlink) vor einigen Monaten auf ebay (Partnerlink) gekauft habe, sind zum einen das Automatikwerk (Omega 1151 bzw. ETA 7751) und zum anderen die zu diesem Chronographenwerk gehörende Komplikation (Zusatzfunktion) namens Triple Date. Sie zeigt Euch das Datum (langer Pfeilzeiger), den Monat und den Wochentag an (zwei Fenster im Totalisator auf 12 Uhr). Damit nicht genug: Eine 24-Stunden-Anzeige gibt es noch oben drauf (Totalisator auf 9 Uhr mit kleinem Pfeilzeiger). Plus Stoppuhr, die bei einer Speedmaster natürlich nicht fehlen darf. Und: Ein schön gewölbtes und entspiegeltes Saphirglas. Oder anders gesagt: Diese kleine und kompakte Omega Speedmaster ist vollgepackt mit nützlichen Funktionen und Features (siehe Omega-Produktblatt). Das ist mehr als die Moonwatch zu bieten hat. Ihr bekommt also einiges für Euer Geld. Und: Die Triple Date trägt sich extrem angenehm – und macht was her am Arm:

Omega Speedmaster Automatik Triple Date Mark 40

Hier geht es zu den aktuellen Angeboten der Omega Speedmaster Automatic Triple Date auf ebay (Partnerlink).

Omega Speedmaster Reduced

Wichtig zu wissen und sicherlich auch ein guter Tipp: Unter 2.000 Euro bekommt Ihr noch eine  „kleine Speedy“. Eine Omega Speedmaster Automatic mit dem Beinamen Reduced (ebay-Partnerlink). Sie hat weniger Funktionen/Features, ist etwas näher an der Moonwatch und wesentlich bekannter als die Triple Date. Zumal sie auch die erste Speedmaster mit dem kleineren, „reduzierten“ Gehäuse war. Die Reduced kam 1988 auf den Markt – die Triple Date 1996.

Doch irgendwie konnte mich die Speedmaster Reduced bzw. die Referenz 3510.50.00 (ebay-Partnerlink) bisher nicht so richtig überzeugen. Vielleicht kommt das ja noch:

Omega Speedmaster Automatic Reduced

Hier geht es zu den aktuellen Angeboten der Omega Speedmaster Automatic „Reduced“ auf ebay (Partnerlink).

Wie gesagt, diese Uhr ist etwas näher an der Moonnwatch. Die Unterschiede im schnellen Überblick: Kleineres Gehäuse (39mm), ein Automatikwerk (Omega 3220), etwas weiter auseinanderstehende Totalisatoren und Ziffern von 5 bis 60 für die Minuten auf dem Blatt, die es bei der sehr klar gehaltenen Moonwatch nicht gibt (Speedmaster Reduced Produktblatt).

Aber zurück zum eigentlichen Thema dieses Artikels.

Die Triple Date – aka Mark 40 (MK40)

Omega Speedmaster Triple Date (Mark 40)

Und damit sind wir auch bei dem nächsten Punkt. Die Triple Date ist, wie oben gesagt, vollgepackt mit Funktionen,  diversen Zeigern (8 insgesamt), Ziffern und Anzeigen. Das macht sie im Vergleich zur Moonwatch und zur Reduced etwas weniger übersichtlich. Ich kann Euch aber versichern, dass man sich sehr schnell daran gewöhnt. Vor allem muss man sich aber bei dieser Uhr abgewöhnen, sie direkt mit der Moonwatch zu vergleichen. Denn eigentlich ist es eine komplett eigenständige Uhr. Eher die Cousine als die Schwester der legendären Moonwatch ;)

Triple Date (MK40) & Moonwatch

Und eben weil sie so anders ist und aussieht trägt sie auch die Bezeichnung Mark 40 bzw. MK40 (Mark -> Wikipedia).  Im Prinzip empfehle ich Euch also erneut eine Uhr der Omega Speedmaster Mark-Reihe. Dieses Mal kommt sie aber nicht aus den 70er Jahren, sondern aus den 90ern. Die Kollegen vom Uhrenblog „Fratellowatches“ schreiben in einem Artikel zur Triple Date: „… Mk40 is a nod to the Mark series watches with their day and date indicators.“ Wobei man erwähnen muss, dass die Mark II kein Datum hatte – ebensowenig ein Automatikwerk. Bei den nachfolgenden Marks stimmt es allerdings – inklusive der 2014 neuaufgelegten Omega Speedmaster Mark II (ebay-Partnerlink).  

Doch zurück zur Frage, ob und warum die Omega Speedmaster Triple Date (aka Mark 40/MK40) eine gute Geldanlage sein könnte:

Omega Speedmaster Triple Date als Geldanlage – für wen, für wen nicht?

Wie gesagt, von der zunehmenden Begehrlichkeit älterer Speedmaster-Modelle dürfte auch bald die Triple Date profitieren. Zudem handelt es sich um ein „discontinued model„. Sprich, Omega produziert diese Referenz nicht mehr. Und auch die Produktionszeit dürfte nicht sonderlich lang gewesen sein (1996 bis 200?). Das erhöht nochmals die Begehrlichkeit.  Plus: Diese Uhren gab es mit den gesuchten Tritium-Zifferblättern. Und das sorgt nahezu immer – fast schon garantiert – für eine Wertsteigerung. Einziger Haken: Aus irgendeinem Grund hat Omega die Zifferblätter damals nicht mit dem typischen „T“ vor und hinter dem „Swiss Made“ versehen.

Zifferblatt Swiss Made

Und da einige der Uhren noch nicht so alt sind, dass sich das Leuchtmittel Tritium altersbedingt vanille-gelb färbt, kann man oft nur nur vermuten, ob es sich um ein Tritium-Zifferblatt handelt. Zum Beispiel meine Uhr: Sie hat das Omega-Werk Ende der 90er Jahre verlassen (Seriennummer 56XXXX = ca. 1998). Das erhöht schon mal die Tritium-Wahrscheinlichkeit, da das schwach radioaktive Leuchtmittel (siehe Wikipedia) bei vielen Herstellern noch zum Einsatz kam. Wahrscheinlich auch bei Omega. Ob meine Triple Date aber wirklich ein Tritium-Blatt hat, kann ich nur vermuten. Denn noch sind die Indizes und Zeiger bei Tag strahlend weiß – und leuchten im Dunkeln grün. Zwar meinte der Händler, dass es ein Tritium-Blatt sei – aber Händler und Verkäufer erzählen einem viel. Und eventuell hat meine Uhr im Laufe der Jahre auch während einer Revision ein Tauschzifferblatt erhalten. Ich werde also noch ein paar Jahre warten müssen, um hier Gewissheit zu haben. Wer ganz sicher gehen will, der hält gleich Ausschau nach einer Triple Date mit vanille-gelben Tritium-Indizes und Zeigern. Bei meiner Uhr hat mich einfach der sehr gute Zustand überzeugt. Plus: Sie kam mit Box und Papieren. Und alles unter 2.000 Euro.

Omega Speedmaster MK40

Und nun der wichtigste Tipp:

Egal, ob Tritium-Blatt oder nicht: Kauft Euch diese Uhr bitte nur dann, wenn Ihr denkt „Verdammt, diese Speedmaster muss ich unbedingt haben!“. Und Ihr Euch der Größe von 39mm bewußt seid. Bitte kauft sie – und jede andere Vintage-Uhr – nicht aus dem reinen Grund der Geldanlage. Das habe ich schon an anderer Stelle gesagt: Davon halte ich persönlich nicht ganz so viel. Man muss eine Uhr haben und tragen wollen. Eine mögliche Wertsteigerung sollte immer an zweiter Stelle stehen. Sie ist gewissermaßen ein Bonus zu einer schönen Vintage-Uhr. Ein „Nice to have“. Bei wem die Wertsteigerung an erster Stelle steht und die Uhr fast schon egal ist… nun, der sollte vielleicht doch lieber in etwas „Nicht-Physisches“ wie Aktien investieren ;)

Soweit also mein Tipps in Sachen Omega Speedmaster Automatic-Modelle aus der „zweiten Reihe“.

Hier noch einmal zusammengefasst für alle, deren Budget unter 2.000 Euro liegt: 

Omega Speedmaster Automatic Triple Date Ref. 3520.50  bzw. Mark 40/MK40
(ebay-Partnerlinks)

Omega Speedmaster Automatic Reduced bzw. Ref. 3510.50.00 bzw. Ref. 175.0032
(ebay-Partnerlinks)

Eine interessante Alternative mit Stahllünette und „Inverse Panda Dial“ ist auch diese MK40: Ref 175.0043 (ebay-Partnerlink)

Ebenfalls eine Alternative: Die Omega Speedmaster Automatic Triple Date MK40 mit Ziffern (siehe unten,Ref. 3520.53– ebay-Partnerlink)

Omega Speedmaster Automatic Triple Date MK40 Ref. 3520.53

Last but not least: Die gesamte Omega Speedmaster Mark-Reihe (42mm und mehr – ebay-Partnerlink)

*Partnerlink – was ist das?

 

Omega Speedmaster Triple Date (MK40)/Reduced – weitere Infos:

Offizielles Produktblatt zur Omega Speedmaster Triple Date:
https://www.omegawatches.com/media/pdf/watches/product-sheet/de-de/35205000-de-de.pdf

Offizielles Produktblatt  zur Omgea Speedmaster Reduced: 
https://www.omegawatches.com/media/pdf/watches/product-sheet/de-de/35105000-de-de.pdf

Zum Thema Tritium oder Luminova?
http://www.moonwatchonly.com/omega-speedmaster-moonwatch/moonwatch-only-reviews/speedmasters-dials/

 

Weitere ZEIGR-Artikel zum Thema Omega Speedmaster – Preis- und Wertsteigerung: 

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The Moon is the Limit? – Omega Speedmaster Preisentwicklung (Update)

Review: Omega Speedmaster Ultraman 2018 – Speedy Tuesday 2

Geldanlage: Vintage-Uhren – besser als jedes Sparbuch und Aktien?

Theodossios Theodoridis

8 Kommentare

  1. Hallo Theodossios (hoffe das ist korrekt)

    Auf der Suche nach einer Speedmaster bin ich zufällig auf deine Website gestossen und habe mich durch diverse Artikeln gelesen. Sehr informativ und ausführlich. Ich habe es sehr genossen. Und die scheinst wirklich ein Kenner von Speedmastern zu sein :-)
    Aufgrund meines relativ schmalen Handgelenks von 6.75″, muss ich leider auf die kleinere Version der Speedmaster ausweichen.
    Was mir auffällt, es wird sehr wenig über die Speedmaster Automatic Inverse Panda berichtet. Weisst du warum? Denkst du das ist eine gute „Investition“ oder soll ich lieber die Triple Date Mark40 nehmen? Du empfiehlst die MarkII wegen des 861 Kalibers, aber die ist richtig wuchtig.

    Ich habe hier in der Schweiz in Angebot für eine 3511.50 Inverse Panda für CHF 1’200 (EUR 1’100), Topzustand. Ich finde das ein guter Preis. Und speziell finde ich natürlich das inverse Panda Dial. Das sieht man nicht so oft. Was meinst du, soll ich zuschlagen? Ich habe in der Vergangenheit zuviel Geld investiert in Uhren, die mir mit der Zeit nicht mehr so gefallen (man ändert sich ja auch), die soviel an Wert verloren haben.
    Wäre froh für deine Meinung.

    Danke und viele Grüsse aus der Schweiz
    Thai

    • Hi Thai,

      ja, das ist korrekt (oder Theo :))

      Also, zum Thema Investition. Da sollte die erste Regel lauten: Kauf nur die Uhr, die Dir wirklich gefällt – und die Du auch tragen wirst. Alles andere ist nur „kaltes Investment“ – das stellt nicht wirklich zufrieden (mich zumindest – eigene Erfahrung). Die Wertsteigerung, egal wie verlockend, sollte eher an zweiter Stelle stehen und ein nettes „on top“ sein.

      Wenn Dir also die Inverse Panda besser gefällt als Triple Date oder die Mark II, dann ist Deine Frage eigentlich schon beantwortet :)

      Zum Preis: Ohne die Uhr gesehen zu haben, klingt er gut. Aber ohne jegliche Gewähr, zumal ich von Blind- und Fern-Diagnosen wenig halte. Da muss man wirklich mehr über die Uhr erfahren – und von ihr sehen.

      Was das „Nicht-mehr-gefallen“ angeht, so scheinst Du ein sogenannter Flipper zu sein, oder? Du kaufst und verkaufst (relativ schnell) Uhren, um neue zu kaufen. Da bin ich leider raus, weil ich die meisten meiner Uhren über Jahre behalte. Locker 10 Jahre und mehr. Das ist auch die Zeitspanne, in der man – ob man will oder nicht – bei einigen Klassikern und Vintage-Modellen gute Wertsteigerungen erzielen kann (bzw. konnte). Aber wie gesagt, die sollte eher sekundär sein.

      Hoffe, das hilft Dir ein wenig weiter.

      Grüße zurück in die Schweiz
      Theo

  2. Hi Theo

    Danke für deine Antwort!
    Also da hast du mich komplett falsch eingeschätzt :-)
    Das Wort Flipper habe ich vielleicht vor 3 Wochen zum ersten Mal gehört, als ich mich wieder seit sehr Langem mit der Uhrliebhaberei gewidmet habe, und mich mit einer Rolex Submariner geliebäugelt habe. Diese Technik war mir bisher nicht bekannt. Aber so ist es halt überall ist, wo viel Geld zu verdienen gibt, tummeln sich alle mögliche Gestalten.

    Im Jahre 2001 – genau vor 20 Jahren! – habe ich mit Uhrensammeln angefangen. Damals hatte ich noch wenig Geld, ergo kaufte ich als erste Uhr eine Omega Seamaster für glaube ich EUR 1000. Danach folgte eine Omega Tank Art Deco aus den 30er (mir gefallen Tank super), eine 70er Jahre IWC Quartz (damals waren mechanische vintage IWCs für mich noch unbezahlbar), und eine Certina aus den 50er. Ich bin eher der Dress Watch Typ. Sportuhren haben mich nie interessiert.
    Und sage, ich habe ALLE diese Uhren immer noch und trage sie regelmässig abwechselnd (passende zur Kleidung).
    Dann war das Thema Uhrensammeln (Uhren schon, aber nicht mehr Sammeln) lange vorbei, bis jetzt vor kurzem wieder.

    Heute möchte ich z.B. meine Omega Tank und Seamaster verkaufen, um mir eine Rolex zu zu finanzieren. Bei etlichen Händlern haben sie mir abgewunken für meine beiden Omegas, die wollten kaum mehr als EUR 300-400 zahlen.
    Hätte ich damals schon mehr Geld in die Hand genommen und z.B. eine Rolex oder Speedy gekauft, sähe das heute ganz anders aus.

    Deshalb finde ich der Gedanke Wiederverkaufswert oder langfristige Investition bei einer Uhr nicht so abwägig.

    Zum Omega Speedmaster Automatic inverse Panda, ich habe sie heute gekauft und habe sogar noch einen guten Deal ausgehandelt. Mein vertrauter Uhrmacher verkauft die Uhr für einen Kunden von ihm. Der ist leidenschaftlicher Sammler. Die Uhr war in den letzten 10 Jahre im Safe und wurde nie mehr getragen. Da die Amplitude niedrig ist, übernimmt nun der Eigentümer der Uhr die Revisionskosten von CHF 350. Dh für CHF 1200 bekomme ich eine Topuhr inkl. Revision. Zudem handelt es sich um das Blue Dial, das seltener ist als Black. Und blue ist ja momentan sehr gefragt.
    Nichtsdestotrotz, die Uhr war lange ein Sleeper und hat nie die Anerkennung wie der Rest der Speedy. Vielleicht ändert sich das. Momentan werden Panda Dial gehyped.

    Morge hole ich sie ab. Ich kann dir ein paar Fotos senden.

    Lieber Gruss

    PS: Sorry für den superlangen Post.

    • Hi Thai,

      gern, mache es mir aber nun ein wenig einfach – ich zitiere mal:

      „Also da hast du mich komplett falsch eingeschätzt :-)“

      Nun ja, wie oben gesagt, Fern- und Blind-Diagnosen sind mehr als schwierig. Erst recht wenn man nur ein paar Infos „zugeworfen“ bekommt :) Das gilt für Uhren – und ganz offensichtlich auch für Menschen. Und: Meine „Einschätzung“ war bewusst als Frage formuliert :)

      „Im Jahre 2001 – genau vor 20 Jahren! – habe ich mit Uhrensammeln angefangen.“

      Dann scheinst Du ja selbst ein langjähriger Experte zu sein… Viel mehr als Du weiß ich demnach auch nicht. Eher weniger, scheint mir :)

      „PS: Sorry für den superlangen Post.“

      Überhaupt kein Thema. Wenn ich hier mein Mitteilungsbedürfnis in Blog-Artikeln ausleben darf, dann können das ZEIGR-Leser gern auch in den Kommentaren tun. Solange sie ein konstruktives, freundliches Niveau halten und andere Leser etwas in Sachen Uhren lernen können, passt das absolut :)

  3. Hi Theo

    Wie ich schon sagte, in 2001 angefangen und danach sicher 15 Jahre lang nicht mehr drum getan.

    Erst mit dem Corona Lockdown habe ich wieder angefangen mich intensiv mit Uhrensammeln zu befassen. Zwar kenne ich mich technisch mit Uhren aus, aber nicht was der Markt anbelangt. Zu meinem grossen Erstaunen habe ich gesehen wie Rolex in den letzten 5 Jahre wie eine Rakete nach oben geschossen haben preislich. Und die Speedy Pro auch.

    Und so wie sich die Zeiten ändern, so habe ich mich auch geändert. Deshalb diese Neuorientierung. Aber so wie es aussieht behalte ich alle meine Uhren von damals, weil ich für sie praktisch nichts mehr bekomme.

    Für mich ist klar, jetzt kaufe ich nur noch vintage oder Neo-Klassik Rolex und evtl. noch eine Speedmaster Pro. Eine Vintage Datejust 1603 mit meinem Geburtsjahr habe ich mir vor 3 Wochen gegönnt. Die Inverse Panda Blue weil sie mir so gut gefällt und der Preis ein no brainer ist. Mal schauen wohin der Weg diesmal führt.

    Danke für deine wertvollen Tips und Berichte.

    Herzlche Grüsse
    Thai

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