Favoriten: Uhren bis 5000 Euro – Editor’s Choice #1 (Tudor)

Uhren bis 5000 Euro - Tudor Black Bay Black

Uhren für 5.000 Euro – muss das sein? – Eine gute Frage. Wer hier regelmäßig mitliest, der wird festgestellt haben, dass ich zum einen auf erschwingliche Vintage-Uhren stehe, zum anderen wenig davon halte, übertrieben viel Geld für eine neue Uhr auszugeben. Denn: Für eine „gute Uhr“ muss man definitiv keinen vierstelligen Betrag auf den Tisch legen. Man kann aber, wenn man es denn möchte. Und ganz besonders dann, wenn die Uhr auch noch ein gutes Investment darstellt. Nicht nur als Zierde am Arm, sondern auch für die Zukunft. Und natürlich bedeutet „viel Geld“ für jeden etwas anderes.
Wie auch immer: Wenn man sich für eine neue Uhr die Preisgrenze von bis zu 5.000 Euro setzt, dann bewegt man sich im Bereich der Luxusuhren. Und tatsächlich bin ich in meinem Bekanntenkreis schon das eine oder andere Mal gefragt worden, welche „richtig gute Uhr“ man für dieses Geld bekommt. Die Antwort lautet: Einige ;) Und selbstverständlich hängt eine Empfehlung immer vom Fragenden ab. Welcher Typ ist er/sie und welchen Typ Uhren bevorzugt er/sie: Taucheruhren, Fliegeruhren, Anzuguhren? Filigran oder markant?

Sollte ich mich aber auf drei Uhren festlegen müssen bzw. würde man mich fragen, welche aktuellen Uhren ich für dieses Geld kaufen würde, dann sind die in dieser Artikelreihe vorgestellten Uhren meine ganz persönlichen Favoriten. Und vielleicht sind sie ja auch eine Inspiration für Euch.

Den Anfang macht eine ziemlich gelungene Retro-Taucheruhr – mit exzellenter Herkunft:

Uhren bis 5000 Euro:
Tudor Black Bay – Submariner aus dem Hause Rolex für „Wissende“

Uhren bis 5000 Euro - Tudor Black Bay Black

Wer sagt denn, dass man ein Budget von 5.000 Euro immer voll ausschöpfen muss? Schließlich geht es auch mit sehr viel weniger Geld. Zum Beispiel mit rund 3.000 Euro (was immer noch viel Geld ist). Die Tudor Black Bay ist das beste Beispiel dafür. Sie ist für all jene geeignet, die zwar gern eine Uhr aus dem Hause Rolex hätten (Tudor gehört zu Rolex), denen aber eine „Rollie“ mitunter zu teuer, zu auffällig, zu protzig – oder was auch immer – erscheint.
Anders gesagt: Die Tudor Black Bay ist – neben der Tudor Pelagos (ebay-Partnerlink*) – die derzeit beste Alternative zur Rolex Submariner. Sofern man denn auf den Vintage-Look und den charakteristischen Snowflake-Zeiger steht. Hinzukommt, dass diese bereits 1946 vom Rolex-Gründer Wilsdorf ins Leben gerufene Uhrenmarke beim „Normalbürger“ noch recht unbekannt ist. Was sich aber bald ändern dürfte, da seit kurzem Lady Gaga und David Beckham für die Rolex-Tochter werben. Was wiederum ziemlich vielen Uhrenfans sauer aufstößt. Denn bisher kam Tudor ohne Promis aus und war so eine Art Geheimtipp bzw. Insider-Marke für Uhrenkenner.

Ich selbst habe mich Anfang des Jahres für die Tudor Black Bay entschieden (siehe oben) und finde es sehr angenehm, dass sie mit einem gewissen Maß an Understatement daherkommt. Kaum einer kennt den Namen und das Logo auf dem Zifferblatt – und das, obwohl die Uhr aus dem Hause Rolex stammt. Die Tudor Black Bay gibt es in verschiedenen (Farb-)Varianten (siehe hier – und vor allem hier). An meinem Arm ist nun die folgende gelandet: Mit schwarzer Lünette, dem Rosen-Logo, dem runden bzw. „lächelnden“ Schriftzug über der „6“ und dem von Tudor/Rolex veredelten Automatikwerk ETA 2824.

Hier ein paar offizielle Fotos:

Warum ich Logo, Schriftzug und Werk so betone? Nun, es gibt mittlerweile eine neue Variante. Und die hat statt der Tudor-Rose das neuere Tudor-Schild als Logo, einen geraden Schriftzug über der „6“ und ein neues Manufakturwerk mit Chronometer-Zertifikat.

Hier die beiden Versionen mit den minimalen Unterschieden im Vergleich:

Wer sich nun fragt, warum ich ausgerechnet die „alte Variante“ (Ref. 79220N) gewählt habe: Zum einen, weil sie in dieser Form nur ein paar Monate gebaut wurde und dadurch einen gewissen Seltenheitswert bekommt – zum anderen, weil ich das veredelte Standardwerk ETA 2824 bei nahezu jedem (!) Uhrmacher recht kostengünstig reparieren und revisionieren lassen kann. Bei dem Manufakturwerk (Ref. 79230N) sieht es schon etwas anders aus. Um das kann sich leider nicht jeder Uhrmacher kümmern. Und bei Rolex/Tudor wird man entsprechend mehr Geld für eine Reparatur oder Revision los. Das ist nun mal der Preis, den man für ein Manufakturkaliber zahlt.
Und zu guter Letzt: Ich wollte unbedingt die Tudor-Rose auf dem Zifferblatt haben. Das Logo, das man auch bei sehr vielen Vintage-Uhren findet – unter anderem bei der bei Sammlern recht beliebten Tudor Big Rose.

 

Uhren bis 5000 Euro: Tudor Black Bay – Preis

Kommen wir zum Preis: Die unverbindliche Preisempfehlung für die Tudor Black Bay mit Lederband liegt bei 3.140 Euro, mit Metallband bei 3.430 Euro. Im Netz und bei durchaus vertrauenswürdigen Händlern bekommt Ihr diese Uhr aber auch um die 2.800 Euro (Lederband) und um die 3.000 Euro (Metallband). Und natürlich gibt es die Tudor Black Bay auch auf ebay – neu und gebraucht (Partnerlink*) -> Wichtig: Bitte achtet immer darauf, dass Ihr bei einem vertrauenswürdigen Händler oder Juwelier kauft – es gibt leider sehr viele Fakes da draußen.

Und zum Schluss: Schaut auch die anderen Tudor Black Bays an – die wirken auf mich nicht minder verlockend. Besonders die in diesem Jahr vorgestellte Tudor Black Bay Steel (Ref. 79730), die Tudor Black Bay 41mm (Ref. 79540) und der Tudor Black Bay Chrono (Ref. 79350) in Kooperation mit Breitling. Diese Uhren liegen im Preisbereich von 2.450 bis 4.700 Euro – und damit eindeutig im festgelegten Rahmen von 5.000 Euro:

Soweit also die erste Empfehlung in Sachen Uhren bis 5000 Euro. Im nächsten Artikel wird es ebenfalls um eine Uhr aus dem Hause Rolex gehen – die dann aber auch den Namen Rolex auf dem Zifferblatt trägt ;)

 

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Baselworld 2016: Die Farbspiele gehen weiter – Tudor Black Bay Dark

 

*Partnerlink – was ist das?

Theodossios Theodoridis

2 Comments

  1. Eine sehr gute Empfehlung für diesen Preisrahmen. Was ich interessant fand ist, dass du das ETA-Werk gegenüber dem Manufakturwerk empfiehlst. Aber wenn man die Gründe (Zifferblatt, Folgekosten, möglicher Sammlerwert) nüchtern betrachtest hast du damit wahrscheinlich Recht. Jeder „andere“ Uhrenblog hätte sicher das Manufakturwerk empfohlen und das ETA-Werk als „Massenware“ tituliert. Schön zu sehen, dass du da eine eigene (und gut begründete) Meinung hast.

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